Pop entspricht mehr Erwartungen der Zuschauer

Für seine Saxophon-Soli erhielt Fritz Schmid – hier mit Michael Weiss von „Stressless 5“ – immer wieder Applaus.

Halver - Bürgermeister Dr. Bernd Eicker wünschte den rund 50 Gästen im Kulturbahnhof einen schönen Abend - und den hatten sie dann auch. Die Musikliebhaber kamen beim Konzert „Jazz meets Pop & Folk“, das im Rahmen des Kulturfestivals „Lampenfieber“ stattfand, voll und ganz auf ihre Kosten.

Ob im Sitzen oder Stehen, bei einem Glas Wein oder Bier - Genuss war angesagt. Den Auftakt machte „Stressless 5“ mit Bandleader Michael Weiss, der sofort beim ersten Song mit seiner herrlich groovigen Stimme zu überzeugen wusste. Die noch relativ junge Formation aus Kierspe brachte selbstgeschriebene Lieder und coverte große Künstler wie Bob Dylan („All along the watchtower“) oder Prince („Snow in April“).

Zurückhaltend im Auftreten, für ihre Darbietungen jedoch sehr passend: Gastsängerin Britta Julius aus Rönsahl. Sie interpretierte Songs wie „Girl from Ipanema“ oder „I’ve got a friend“ von Carole King auf ganz wunderbar zarte Art und Weise, die das Publikum dementsprechend honorierte. Und Saxophonist und Geiger Fritz Schmidt kassierte für seine Solo-Einlagen immer wieder Zwischenapplaus. Nicht weniger beeindruckend die Leistung von Katja Hettesheimer (Gitarre, Mandoline, Gesang) und Max Jalaly (Kontrabass).

Was mit Pop und Folk begann, wurde im Laufe des Abends mit dem Quintett „Elfland“ und Sänger Tim Gijbels immer jazziger. Dem Publikum gefiel das Spiel der Musiker und das gekonnte Entertainment. Dennoch war im Kulturbahnhof spürbar, dass der erste Teil des Konzertes den Erwartungen der meisten Zuhörer mehr entsprochen hatte. - Von Ilka Kremer

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