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Kürbismarkt ohne Kürbisse? Halveraner als Retter

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Von: Sarah Lorencic

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Der dickste Kürbis: Michael Köpke und Bianca Heuer bieten zahlreiche Kürbisse in Halver an. Schnitzkürbisse wie dieser wurden mit der Hand geerntet. Der größte bringt 20 Kilogramm auf die Waage. © Salzmann, Jakob

Ein Kürbisfest ohne Kürbisse? Ein Wettlauf gegen die Zeit begann. Und die Geschichte hat ein besonderes Happy End.

Halver – Teresa Schabo ist froh, hatte sie doch kurzzeitig gedacht, das Kürbisfest am 3. Oktober kann nicht stattfinden. Der Kürbisbauer, der das herbstliche Fest mit Kürbissen bestückt ist nämlich krank und fällt länger aus. Ein Kürbisfest ohne Kürbisse? Eine beinahe hoffnungslose Suche nach einem Kürbisbauern, welcher für Märkte gut ausgerüstet ist und so kurzfristig am 3. Oktober noch Zeit hat, begann, wie Teresa Schabo erklärt. Im Umkreis von 100 Kilometer schrieb die Eventmanagerin alle potenziellen Bauen an –ohne Erfolg. Und dann war die Lösung ganz nah. Michael Köpke und seine Partnerin aus Halver waren der Tipp, der nun das Kürbisfest rettet. „Zu unserem großen Glück haben die beiden am 3. Oktober tatsächlich noch Zeit, außerdem reichlich Kürbisse auf Lager“, freut sich Schabo. Und das Beste: „Die beiden bauen ihre Kürbisse in Halver an.“ Regionaler geht es für das beliebte Fest nicht.

Das Halveraner Paar ist auch sonst häufig auf Bauernmärkten präsent. Weil in Corona-Zeiten Märkte lange nicht stattfinden konnten, stellten sie in 2020 ihre vielen Kürbisse in ihrer Scheune auf der Bever aus und öffneten sie für alle, die auf einen Herbst mit Kürbissen nicht verzichten wollten. Von den Einnahmen wollten sie zumindest die Kosten für Saat ausgleichen, wie sie der Zeitung damals bei einem Besuch auf ihrer Kürbisfarm erzählten. Jetzt haben sie eine große Bühne in ihrer Heimat. Und das freut sie sehr, wie sie sagen. Sonst waren sie in Breckerfeld, Dortmund oder in Hagen und jetzt in Halver.

Für Michael Köpke und seine Partnerin ist das zudem ein ganz besonderes Geschenk. Am Freitag (9. September) heiraten sie nämlich in der hofeigenen Scheune. Für die Dekoration ihrer Hochzeit hat Michael Köpke extra weiße Kürbisse gezüchtet, die natürlich als Tischdeko platziert werden. Und weil es so viele sind, gibt es am Ende auch welche auf dem Kürbismarkt an der Heesfelder Mühle. Man darf gespannt sein auf eine vielfältige Auswahl.

Die Ausstellung in der Scheune auf der Bever gibt es in diesem Jahr übrigens auch, sagt Michael Köpke. Aber erst einmal wird darin geheiratet und dann der Kürbismarkt bestückt: „Wir freuen uns.“

Auf zum Kürbismarkt

Los geht es am 3. Oktober um 11 Uhr – auf jeden Fall mit vielen Kürbissen. Der Eintritt beträgt 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, die Kleinen haben freien Eintritt. Die Besucher erwartet wie gewohnt ein Kunsthandwerkermarkt und ein buntes Live-Programm, dazu Speisen und Getränke.

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