Martin O. bringt im AFG das Universum zum Klingen

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Halver - Stimmgewaltig, unverwechselbar und verblüffend anders lädt der Stimm-tänzer Martin O. alias Martin Ulrich seine Zuhörer am Samstag, 24. Februar, im Rahmen der Halveraner Kulturzeit zu einem waghalsigen musikalischen Streifzug durch die Musikstile dieser Welt ein, so steht es in einer Ankündigung. Im Gepäck hat der Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises in der Sparte Chanson/Musik/Lied (2012) sein Programm „Cosmophon“, in dem er das Universum zum Klingen bringt.

Ab 20 Uhr öffnet er in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums Augen, Ohren und Herzen für seine erstaunliche Kunst. In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen und durch Geigen- und Klavierunterricht früh an die Musik herangeführt, ist der Schweizer Stimmartist, Beatboxer und Musiker seit 2007 mit seinen Solo-Programmen höchst erfolgreich landauf und landab unterwegs. Davor tourte er bereits zehn Jahre mit der A-cappella-Formation „hop o’my thump“ durch die Lande.

Obwohl er allein auf der Bühne steht, klingt der Vollblutprofi mit Lehrerstudium so, als hätte er ein ganzes Orchester dabei. Jeder Ton „sitzt“. Stimme, Tasten und Projektionen verbinden sich zu einem überraschenden Ganzen. Dennoch bleibt Raum für Spontanität. „Schräge Balladen im Wechsel mit einem Orchester samt Chor, aus einer Jazz-Kapelle wird eine Rockband – alles aus dem magischen Symphonium gezaubert, mit Loops vervielfacht, a cappella aus einem Mund“, heißt es.

Nach „Stimmentänzer“, einer vielstimmigen Begegnung der musikalischen Art, ist „Cosmophon“ das zweite Bühnenprogramm des vielfach ausgezeichneten Künstlers. Als „audiovisuelle Reise in die Umlaufbahnen der Beziehung“ ist das Programm im Untertitel ausgewiesen. Was auch immer mit Stimme und Projektionen möglich ist, testet Martin O. aus, wobei er genüsslich die Grenzen des Gewöhnlichen überschreitet. „Plötzlich tanzen Glühwürmchen zur Hochzeit, das Mikrophon erwacht zum Leben und sogar Wasser bewegt sich nach seinen schillernden Harmonien.“ Das Tor zu all seinen virtuellen Entdeckungsreisen öffnet ihm eine omnipräsente, eigens entwickelte Leinwand. Auf ihr legt er „riesige Vinylplatten mit herzzerreißenden Schnulzen auf, kämpft mit einer Wolke um die richtige Einstellung zum Leben und trifft auf Planeten mit ihrem ureigenen Klang.“

Bei allem, was er macht, schöpft er aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Einfällen und Ideen. „Was der Mann mit dieser Stimme anstellt, muss man gesehen haben, um es zu glauben“, heißt es über das Programm. Neben dem Deutschen Kleinkunstpreis strich der Schweizer, der mit feinem Humor stets einen lokalen Bezug schafft, bereits den Schweizer Innovationspreis „SurPriX“ des Kleinkunstverbandes ktv, einen Förderpreis und andere Auszeichnungen für seine Programme ein.

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