Künftige Fünftklässler auf Schnuppertour

Insgesamt 84 Mädchen und Jungen besuchen nach den Sommerferien die fünfte Klasse der Realschule. Erstmals sind auch Schüler aus Schalksmühle dabei. ▪ Peuckert

HALVER ▪ Konzentriert schneidet Alina Zinn die Rundungen der Schlange aus. Besonders vorsichtig ist sie dabei an der Zunge. „Geschafft“, atmet die Zehnjährige schließlich erleichtert auf. Sie ist eine von 30 zukünftigen Fünftklässlern, die sich am Montag in der Hauptschule umsehen durften.

„Die Kinder sollen ihre zukünftige Schule kennenlernen und Schwellenängste abbauen“, erklärte Schulleiter Heribert Müller den Hintergrund der Aktion. Und so stellten die Mädchen und Jungen unter der Leitung von Marita Fröhlich, Hartmut Turck, Martin Gärtner und Norbert Elsner während einer ihnen gestellten Aufgabe unter anderem ihre Lesefähigkeit unter Beweis.

Es galt, eine Schlange mit zwei Farben auszumalen und anschließend auszuschneiden. Bereits bei dieser Übung wurden Unterschiede zwischen den Kindern deutlich. Während sich die meisten tatsächlich auf zwei Farben beschränkten, entschieden andere, ihr Bild sehr bunt zu gestalten. „Wir wollen damit herausfinden, wie die Kinder auf bestimmte Aufgabenstellungen reagieren. Wir gucken, wie gut sie malen und schneiden können“, erläutert Marita Fröhlich. Im Anschluss schlenderten die Kinder durch das Schulgebäude, um auch die anderen Räume kennen zu lernen.

Erstmals besuchen auch Mädchen und Jungen aus Schalksmühle die Hauptschule, da dort, wie berichtet, keine fünfte Klasse zusammen kommt. Unter den Schülern seien zum Beispiel auch Kinder aus Hagen-Rummenohl und Priorei, für die eigentlich Schalksmühle am nächsten gewesen wäre, berichtet Hartmut Turck. Um es den stadtfremden Mädchen und Jungen einfacher zu machen, sich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen, dürfen sie nach den Sommerferien die selbe Klasse besuchen.

Nach dem gleichen Prinzip verfährt die Realschule. Auch dort gibt es unter den insgesamt 84 Fünftklässlern ab dem kommenden Schuljahr Kinder aus Schalksmühle. „Unser Ziel ist, dass sich die Kinder bei uns wohl fühlen und gerne zu uns kommen“, erklärt Schulleiter Friedhelm Schröder. Bei den künftigen Realschülern kamen die Schnuppertage gut an. „Ich finde es schön, weil man sich die Schule schon ansehen kann“, sagte die zehnjährige Leandra Potroc. Freundin Alina Zinn freut sich darüber, schon vor den Ferien ihre neuen Klassenkameraden kennen zu lernen. Jetzt, so sagen die beiden, hätten sie auch gar keine Angst mehr vor dem ersten Schultag. ▪ Jana Peuckert

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