„Kritzelknäuel“ sind mehr als nur Gekritzel

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Sie weiß, was die bunten Zeichnungen bedeuten: Bettina Blum ist Pädagogin, Künstlerin und Psychologin. Gestern hat sie Eltern und Erziehern Tipps zum Umgang mit Bildern gegeben. ▪

HALVER ▪ Kritzeln, malen, zeichnen –  wenn Kinder kreativ sind, dann haben sie etwas zu sagen. Sie drücken sich aus. „Und das sollten Eltern immer ernst nehmen“, sagt Psychologin Bettina Blum. Denn die kleinen Kunstwerke seien keine Kritzeleien, sondern weitaus mehr.

Am Mittwoch war sie zu Gast im Kindergarten St. Nikolaus. Zehn Mütter und Erzieherinnen waren gekommen. Bettina Blum gab ihnen einige Tipps mit auf den Weg, wie sie die Zeichnungen der Kinder richtig interpretieren können. „Anhand der Pinselführungen kann man erkennen, in welcher Entwicklungsstufe sich die Kleinen befinden“, erklärt die Künstlerin und studierte Lehrerin.

Bereits mit etwa einem Jahr fingen die meisten Kinder an zu malen – das nenne man dann „Kritzelknäuel“. Mit etwa drei Jahren stellen sie sich selbst dar, meist in Form von Kreisen. Ab circa vier Jahren seien es dann so genannte Kopffüßler, die gemalt werden. Und so würden die Bilder von Jahr zu Jahr exakter.

„Es ist schon interessant, wie viel doch tatsächlich dahinter steckt, wenn Kinder kreativ sind“, sagt Kindergartenleiterin Petra Dörenbach. Sie hatte Bettina Blum zum ersten Mal eingeladen. Malen stehe in der Einrichtung im Fokus. Sämtliche Materialien und Farben kämen zum Einsatz.

„Wichtig ist vor allem, dass Eltern die Werke ihrer Kleinen wertschätzen“, meint Bettina Blum. Denn sie wollten sich damit nicht nur selbst darstellen, sondern auch immer etwas erzählen oder verarbeiten. ▪ Lisa Weber

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