In Halver lebt sich´s sicher

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Halver - In Halver lebt es sich fast doppelt so sicher wie in Lüdenscheid oder Iserlohn. Trotz einer leichten Zunahme der Straftaten im vergangenen Jahr gegenüber 2016 ist die Kriminalhäufigkeitszahl (KHZ) mit 4022 gering.

Die Zahl bezeichnet die Zahl bekannt gewordener Straftaten, multipliziert mit 100 000, geteilt durch die Einwohnerzahl. Zum Vergleich: In Lüdenscheid lag diese KHZ bei 8097 und damit sogar über dem Landesdurchschnitt von 7677. 

In Halver verzeichnete die Kriminalpolizei 654 Straftaten im letzten Jahr bei 630 im Jahr zuvor. Der Anstieg beträgt 3,81 Prozent, weist die gestern vorgestellte Kriminalitätsstatistik der Kreispolizeibehörde MK aus. Leicht rückläufig war in Halver die Aufklärungsquote. 44 Prozent (Vorjahr 44,9 Prozent) aller Delikte konnten aufgeklärt werden. Erfreulich ist eine Aufklärungsquote bei schweren Verbrechen von 91 Prozent bei Sexualdelikten und zu 90 Prozent beim sexuellen Missbrauch von Kindern. 

Doch gerade hier vermerkt die Statistik immens steigende Fallzahlen – bei Sexualdelikten von 4 auf 11, beim sexuellen Missbrauch von Kindern von 1 auf 10. Straftaten gegen das Leben kamen in Halver weder im letzten noch im vorletzten Jahr vor. 

Gestiegen ist die Fallzahl bei Raubdelikten, die in der Öffentlichkeit als besonders bedrohlich wahrgenommen werden, nämlich von 5 auf 7. In vier Fällen waren das Taten auf Straßen, Wegen und Plätzen. Und von 52 auf 64 ist die Zahl an Körperverletzungen gestiegen. Bei 17 Fällen handelte es sich um eine gefährliche beziehungsweise schwere Körperverletzung. 

Geklaut wurde im letzten Jahr allerdings weniger als noch 2016. Die Gesamtzahl der Diebstähle ging von 298 auf 270 zurück, eine Abnahme um 9,4 Prozent. So registrierte die Polizei 26 Wohnungseinbrüche (Vorjahr 29) und 42 Diebstähle aus Autos (52). Auf der anderen Seite kam es zu mehr Taschendiebstählen: Anstieg von 7 auf 12. 

Steigende Tendenz bei Rauschgiftdelikten 

Steigende Tendenz auch bei Vermögens- und Fälschungsdelikten. 52 Fälle wurden noch 2016 vermeldet, 92 waren es im Jahr 2017, was eine Zunahme von fast 77 Prozent bedeutet. In ähnlicher Dimension stieg auch die Zahl der Rauschgiftdelikte von 31 auf 54 im vergangenen Jahr. Im Kreisvergleich kann sich Halver sehen lassen, was die Kriminalität angeht. Sicherer lebt es sich in Nachrodt, Neuenrade, Schalksmühle und Herscheid. Die sicherste Kommune im Kreis ist Balve.

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