Kreisjugendamt sieht Notwendigkeit für dreigruppige neue Kita in Halver

Bedarf für weiteren Kindergarten

Möglicher Kita-Standort an der Hagener Straße
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Als Standort im Gespräch ist die Hagener Straße mit der Fläche hinter dem Autohaus Piepenstock. Foto: screenshot Google maps

Das Kreisjugendamt sieht die Notwendigkeit einer weiteren Kindertageseinrichtung in Halver. Der Bedarf liege bei drei Gruppen, je nach Gruppentyp also in einer Größenordnung von 60 bis 65 Plätzen.

Halver - Thema in der Politik ist ein Standort an der Hagener Straße hinter VW-Piepenstock im Dreieck zwischen der Bundesstraße 229, dem Autohaus und der Sternberger Straße. Der Standort war bereits in der Vergangenheit gehandelt worden, als es um den Neubau der Awo-Kita Wundertüte ging, die aber ihren Platz jetzt am Schulzentrum gefunden hat und noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll.

Trägerschaft noch offen

Über die Ausschreibung werde mit dem Kreisjugendamt verhandelt, das eine entsprechende Ausschreibung vorbereite. Alle in Halver engagierten Träger sollen diese Ausschreibung erhalten, um sich für die neue Kita zu bewerben, so der Stand nach der letzten Sitzung des Finanzarbeitskreises, in der es auch um die städtische Beteiligung an der Kita-Finanzierung ging.

Zuständig für die Versorgung mit Kita-Plätzen ist in Halver als Stadt ohne eigenes Jugendamt bekanntlich der Märkische Kreis. Die Finanzierung erfolgt dann aber letztlich über die Kommunen und deren differenzierte Kreisumlage, die zusätzlich zur normalen Kreisumlage an die Stadt abgeführt wird. Damit liegt auch die Entscheidung über die Trägerschaft letztlich beim Kreis.

Im Gegensatz zu anderen Städten und Gemeinden betreibt die Stadt keine Einrichtungen selbst. Vertreten sind in Halver das DRK mit der Kita Juno, die Awo mit der Wundertüte, die Evangelische Kirchengemeinde mit der Pusteblume und dem Spatzennest und die Sentiris gGmbH mit der Kita Wunderland in Oberbrügge. Die katholische Kirche betreibt nach dem Rückzug aus Oberbrügge noch die Kita St. Nikolaus.

Nachholbedarf

Der Neubau, der über einen privaten Investor erfolgen könnte, entspricht dem Ziel des Kreises, die Versorgungsquote im U3-Bereich in den kreisangehörigen Kommunen deutlich anzuheben. Für das Kindergartenjahr 2021/2022 waren dem Landesjugendamt 529 Kindergartenplätze in Halver gemeldet, davon 440 für Kinder von 3 bis 6 Jahren und 89 Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Bei 433 Kindern unter 3 Jahren bedeutet das eine Versorgungsquote von 20,6 Prozent und damit die drittschlechteste kreisweit. Sie verbessert sich insofern, wenn man die 51 Betreuungsplätze in Tagespflege hinzurechnet. Dann kommt Halver auf 32,3 Prozent, was die Versorgung angeht, was aber am schlechten Platz im Kreisranking vor Kierspe und Meinerzhagen nichts ändert.

Überbelegungen eingeplant

Um die Versorgung mit Kindergartenplätzen sicherzustellen, sind in allen Halveraner Kindertageseinrichtungen Überbelegungen fest eingeplant. Allein die größte Halveraner Kita Juno des DRK stellt auf diesem Weg neun zusätzliche Plätze bereit. Fünf Plätze sind es bei der Awo in der Wundertüte, jeweils vier im Spatzennest und der Pusteblume, ebenfalls jeweils vier in der katholischen Einrichtung St. Nikolaus an der Bachstraße und im Wunderland von Sentiris in Oberbrügge.

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