Kreiselgestaltung nimmt Formen an

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Noch bis zum 31. Januar können Vorschläge eingereicht werden, was zukünftig die Kreiselmitte zieren soll. ▪

HALVER ▪ Noch empfängt er Halvers Autofahrer nicht gerade freundlich. Rein optisch ist der Kreisverkehr kein Schmuckpunkt der Stadt. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Stadtverwaltung startete einen Aufruf: „Gestaltet unseren Kreisel!“ Offensichtlich mit Erfolg. Die ersten Vorschläge sind bereits eingegangen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir einen schönen Wettbewerb bekommen werden. Die ersten interessanten Vorschläge liegen bereits vor“, freut sich Bürgermeister Dr. Bernd Eicker. Noch bis zum 31. Januar können Vorschläge eingereicht werden. Auch im Internet wird über den Kreisverkehr diskutiert. Auf der Facebook-Seite „Halver/Westfalen“ gibt es beispielsweise eine ganze Reihe von Vorschlägen: Die einen ernst gemeint, die anderen wohl eher weniger.

So schlägt beispielsweise ein Fußballfan vor, ein großes Bayern-München-Logo auf der 20 Meter großen Kreiselfläche zu installieren. Andere bevorzugen die saisonale Nutzung des Verkehrsknotenpunktes. Mit einem Bild veranschaulicht, schlägt ein Facebook-Nutzer vor, auf der Kreisverkehrmitte ein großes Feuerrondell mit Glühweinausschank aufzustellen. Woraufhin ein anderer direkt die Sommervariante mit Grill „postet“. Doch zwischen all den weniger ernst gemeinten Vorschlägen, gibt es auch einige, die durchaus Anklang finden. So lautet ein Vorschlag: „Da Halver einen großen Anteil in der metallverarbeitenden Industrie hat, sollte dieser auch ein Denkmal gesetzt werden. Sei es in Form eines alten Hammers, Schwungrades oder einer Presse, die von der heimischen Industrie eventuell als ausrangiertes Teil noch zu bekommen sind. Dazu eine entsprechende Bepflanzung des Kreisels und ich wäre sehr zufrieden.“

Auch eine junge Kunststudentin bringt sich in die Debatte ein. Sie bietet an, eine Skulptur aus Metall zu fertigen, die von roten und weißen Pflanzen eingerahmt werden soll.

Überhaupt spielen Blumen und die Stadtfarben eine große Rolle in dem sozialen Netzwerk. So auch in einem Vorschlag, der unter den Facebook-Nutzern offensichtlich viel Zustimmung findet: „Wie auf unserem Stadtwappen zu sehen, mittig eine Linde pflanzen, dazu eine Bank und eine schachbrettartig Anpflanzung mit rot-weißen Blumen. Um das Ganze im Dunkeln in Szene zu setzen, beleuchten wir noch alles über Solarzellen gespeiste Bodeneinbau-LED-Leuchten.“ Dieser Vorschlag wurde gleich von 14 Nutzern mit dem Klick „gefällt mir“ belohnt.

Doch all die Vorschläge auf Facebook werden von der Jury nicht berücksichtigt, so Bürgermeister Eicker. Zwar können die Vorschläge ohne große Formalitäten erfolgen, jedoch müssen sie schriftlich bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Eine kurze Beschreibung, wie auf Facebook, genügt allerdings. Zudem würde es die Jury – bestehend aus Vertretern der Stadt, des Rats, des Heimatvereins, der Initiative Pro Halver und Straßen NRW –begrüßen, wenn die Einsender begründen würden, warum sie gerade ihren Vorschlag verwirklicht sehen wollen. Hilfreich wäre es auch, wenn Fotomontagen, Zeichnungen oder Modelle hinzugefügt werden. Die Kosten für die Kreisel-Gestaltung sollten ebenfalls bedacht werden. Ideal wäre ein Vorschlag mit Finanzierungsideen oder Sponsoren.

Die exakte Ausschreibung gibt’s auf http://www.halver.de.

Von Lydia Machelett

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