Kreisel-Bau hat massive Folgen

Der Umleitungsplan zeigt, was auf die Autofahrer in Halver zukommt. ▪ Quelle: Straßen.NRW

HALVER ▪ Für Autofahrer wird in Halver ab Ende der kommenden Woche vorerst nichts mehr so sein, wie es war: Infolge der Baumaßnahmen für den Kreisverkehr an der Von-Vincke-Straße hat der Landesbetrieb Straßen.NRW ein umfangreiches Umleitungssystem erstellt, das auch auf den Wochenmarkt Auswirkungen hat.

Zwar sollen am Freitag, 9. September, zunächst nur vorbereitende Maßnahmen zur Großbaustelle im künftigen Kreiselbereich beginnen. „Dennoch haben wir uns dazu entschlossen, die Umleitung dann schon einzurichten, damit vor Ort in Ruhe gearbeitet werden kann“, erklärt Johann Klaßmann vom Fachbereich „Bürgerdienste“. Konkret heißt das: Die Bundesstraße 229 wird dann aus Richtung Oeckinghausen nicht mehr bis zur Umgehungsstraße befahrbar sein. Stattdessen wird der Verkehr über die Von-Vincke-Straße durch die Innenstadt umgeleitet.

Auch Autofahrer, die auf der Umgehungsstraße aus Richtung Kierspe kommend nach rechts in Richtung Oeckinghausen abbiegen wollen, haben schlechte Karten. Sie sollen über Dortmunder Straße, Hagener Straße und Marktstraße wieder auf die Von-Vincke-Straße geleitet werden, wo sie die Baustelle schließlich passieren und auf die Bundesstraße 229 in Richtung Brügge geleitet werden.

Das klingt kompliziert – und ist es auch. Ein von Straßen.NRW erstellter Umleitungsplan (siehe oben) verdeutlicht die Komplexität des Vorhabens. Erschwerend kommt für die Planer hinzu, dass wohl nicht jeder Verkehrsteilnehmer die ausgeschilderten Umleitungsempfehlung befolgen wird – was ein erhöhtes Verkehrsaufkommen unter anderem in der Innenstadt bis zum Bächterhof zur Folge haben wird.

Und hier kommt der Wochenmarkt ins Spiel: Um die Frankfurter Straße für den Umleitungsverkehr frei zu halten, wird der Markt bereits ab kommender Woche auf dem Jugendheimplatz stehen.

Und auch der sensible Bereich „Rundes Eck“ erhält für die Dauer der Baumaßnahmen am Kreisel eine neue Verkehrsführung: Autofahrer, die von der Marktstraße nach links in Richtung Frankfurter Straße abbiegen wollen, werden vorfahrtberechtigt sein. Um die Unfallgefahr so gering wie möglich zu halten, wird die Zufahrt zum Bächterhof sowie die Ausfahrt aus diesem komplett gesperrt: Der Verkehr aus diesem Bereich wird über die Mühlen-, Kant- und Goethestraße umgeleitet. „Dort müssen wir dann auch gewährleisten, dass die Busse durchfahren können. Daher wird es auf der Goethestraße ein absolutes Halteverbot geben“, erklärt Johann Klaßmann.

Die Kosten für den Kreiselbau beziffert Straßen.NRW auf rund 530 000 Euro. Schon Anfang November sollen die Arbeiten beendet sein. ▪ Frank Zacharias

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