Kosten für Musikschule beschäftigen Rat erneut

Unterricht an der Musikschule Volmetal ist gefragt – für die Stadt jedoch ein Zuschuss-Geschäft.

HALVER ▪ Erneut ist die Musikschule Volmetal auf einen Zuschuss der Stadt angewiesen: Diesmal wird die Finanzspritze mit 3600 Euro gefüllt – was UWG-Ratsherr Paul-Adolf Turck veranlasste, die einst angestrebte „Deckelung“ der Musikschulkosten nochmals zu thematisieren. Doch Kämmerer Markus Tempelmann räumte ein, dass eine Budgetbegrenzung kaum realisierbar ist.

„Es wird sicher weiter zu Überschreitungen des Etats kommen, so dass wir am Ende circa 65 000 Euro im Jahr mehr ausgeben werden als geplant“, so Tempelmann. Bürgermeister Dr. Bernd Eicker erinnerte jedoch an die Ausführungen des ehemaligen Musikschulleiters Björn Strangmann, der klare Grenzen der Einsparungen aufgezeigt habe. „Für mich ist es wichtig, dass eine Kommune eine Musikschule hat“, legte Eicker daraufhin ein klares Bekenntnis zur Einrichtung an der Mittelstraße ab. Zumal es sich bei dem Zuschuss um eine „relativ geringe“ Summe handele und die Gründe der Finanzmisere nur zum „allerkleinsten Teil“ selbstverschuldet sei – womit Eicker wohl nicht für Fehler der Landes- oder Bundesregierung geradestehen will. Verhaltener klang da der Kämmerer, der von der Politik eine Entscheidung zur Zukunftsfähigkeit der Musikschule einforderte.

SPD-Ratsfrau Regina Reininghaus stieß sich hingegen am Ausgleichsposten: Die besagten 3600 Euro, die der Musikschule zusätzlich aus dem Haushalt 2010 bereitgestellt werden, entnimmt die Kämmerei nämlich dem Budget des Jugendzentrums. „Hier sollten wir künftig mit Augenmaß vorgehen und nicht zu viel sparen“, verwies Reininghaus an die für 2011 ohnehin vorgesehenen Kürzungen am Jugendheimplatz. ▪ Frank Zacharias

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