Kooperation: Vereine gehen neuen Weg

HALVER ▪ Die Breitensportgruppe des TuS Ennepe ist auf der Suche nach einer neuen Trainingsstätte nicht nur fündig geworden, sondern wird zudem neue Sportler aufnehmen. Die Teilnehmer der Gruppe „Immer wieder freitags“ des TuS Oberbrügge trainieren ab nächster Woche gemeinsam mit den Schwenkern. Damit ergibt sich aus zwei Problemen eine Lösung.

Beide Vereine gehen mit dem gemeinsamen Breitensportangebot einen neuen Weg, der nach Einschätzung der beiden für die Kooperation Verantwortlichen auch für andere Vereine zukunftsweisend sein könnte.

„Es ist egal, welchen Vereinsfarben sich neue Teilnehmer zuwenden“, erklärt TuS Ennepe-Jugendleiter Arndt App, der mit seiner Suche nach Sporthallenzeiten die Kooperation angestoßen hat. Seines Wissens nach würde es eine solch enge Zusammen wie zwischen den beiden nur räumlich weit entfernten Vereinen bislang nicht geben. Denn: Vorgesehen ist, dass die Federführung der Breitensportgruppe in den Händen der Vereinsvertreter aus Schwenke bleibt, die Trainingsstunden für die Halle in Oberbrügge genutzt wird und die dort bisher Aktiven mittrainieren, aber in ihrem Verein bleiben.

Für die bisher für die Oberbrügger Gruppe Verantwortliche, Antje Ludwig, ist das eine gute Lösung. Da zuletzt nur noch zwischen fünf und sieben Sportler die Breitensportgruppe bildeten, sei das Angebot häufiger einmal ausgefallen. Nun könne immer jeden zweiten Freitag von 20 bis 22 Uhr in der Grundschulsporthalle in Oberbrügge Sport getrieben werden.

Nicht nur von der Anzahl wird sich bei beiden Gruppen damit etwas tun. Es kommt zudem zu einer größeren Altersspanne. Während die Enneper zwischen 27 und 37 Jahre alt sind, fallen die Oberbrügger in die Kategorie Ü 40.

Neue Teilnehmer, die sich nach einer Probezeit entscheiden können, welchem Verein sie beitreten können, erwartet eine umfangreiche Palette an Sportarten: Diese reicht vom Volleyball über Badminton bis zu Step Aerobic. „Je nach Lust und Laune“, unterstreicht App, der sich freut, nicht nur Trainingszeiten in einer Halveraner Halle gefunden zu haben, sondern auch eine womöglich wegweisende Lösung. ▪ Marco Fraune

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