Musikschule Volmetal präsentiert eine Hommage an Mendelssohn

Das Blockflötenensemble der Musikschule Volmetal erfreute am Freitag im Kulturbahnhof unter anderem mit dem berühmten Hochzeitsmarsch aus dem „Sommernachtstraum“, der bei zahllosen Trauungen erklingt.

Halver - Robert Schumann nannte ihn voller Bewunderung den „Mozart des 19. Jahrhunderts“. England lag ihm zu Füßen und Goethe war ihm ein väterlicher Freund. „Felix Mendelssohn-Bartholdy war ein Glückskind“, befand Elisabeth Manns, Bezirksleiterin Halver der Musikschule Volmetal, die Leben und Werk des berühmten Hamburger Bankierssohns am Freitag im Kulturbahnhof in einem ebenso charmanten wie informativen Komponistenporträt zum Leben erweckte.

Gemeinsam mit ihren Schülern ließ sie „Felix Mendelssohn-Bartholdy – Ein musikalisches Wunderkind“ in ausgewählten Werken zu Wort kommen. Als besondere Gäste hieß die Bezirksleiterin der Musikschule Dietrich Turck als Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung für Halver und Michael Kortmann (Vorsitzender des Fördervereins) in der großen Runde willkommen. 

Zahlreiche Zuhörer fanden sich zu Wort und Musik im Kulturbahnhof ein, das Musikschule Volmetal organisiert wurde.

Im Wechsel fügten sich Wortbeiträge und Musikdarbietungen zu einem schillernden, facettenreichen Ganzen. Mit viel Hintergrundwissen über die Epoche und biographische Details ließ Elisabeth Manns Mendelssohns kurzes, von Höhenflügen und Schicksalsschlägen gezeichnetes Leben Revue passieren. Als Ausführende begeisterten Henriette Kurz, Antonia Burgard, Alisa Raatz und Tilo Völzke am Klavier sowie das Blockflötenensemble mit der gefühlvollen, romantischen Musik Mendelssohns. 

Das Terzett „Hebe deine Augen auf“ aus dem „Elias“ meisterte zudem das Blockflötentrio Antonia Burgard, Laura Knappe und Henriette Kurz mit Bravour. In großen Schritten, auf das Wesentliche konzentriert, durcheilte Elisabeth Manns Mendelssohns Leben. Auf seine jüdische Herkunft, die ihn – obwohl protestantisch getauft – zeitlebens mit antisemitischen Beleidigungen konfrontierte, ging sie ein. Ebenso auf die umfassende Bildung und die Förderung, die er im Hause seiner wohlhabenden Eltern genoss. „Als Neunjähriger hatte Felix seinen ersten öffentlichen Auftritt. Mit zehn Jahren begann er zu komponieren.“

Lebendiger Vortrag 

Große Leichtigkeit habe sein Komponieren ausgezeichnet. Obwohl er Philosophie und Geschichte studierte, seien das Komponieren und Dirigieren stets sein Lebensinhalt geblieben. Markante Persönlichkeiten, die Mendelssohn prägten, seine innige Beziehung zu seiner Schwester Fanny, seine Erfolge und den Tribut, den sein aufreibendes Leben als Komponist, Dirigent, Pianist forderte („Er starb mit 38 Jahren an einem Schlaganfall“) nannte sie in ihrem lebendigen Vortrag beim Namen. 

Mit viel Feingefühl und spieltechnischem Können näherten sich die Ausführenden der romantischen Tonsprache Mendelssohns an. Für sich sprechen ließen die jungen und erwachsenen Interpreten unter anderem Auszüge aus Mendelssohns poetischen „Liedern ohne Worte“ und Preziosen aus dem Bühnenwerk „Ein Sommernachtstraum“ mit dem feierlichen „Hochzeitsmarsch“, der weltweit Berühmtheit erlangte. Mit dem Doppelquartett „Denn er hat seinen Engeln befohlen über Dir“ und dem Terzett aus dem „Elias“ kam überdies der kongeniale Schöpfer geistlicher Werke zu Wort.

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