Pop, Hip Hop und Poetry Slam bei Binyo and Friends

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Halver - Wow, das war ein Konzert! Über Halver und die nähere Umgebung weitete Binyo alias Robin Brunsmeier am Samstag beim „Binyo and Friends Konzert“ in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums den Kreis seiner Freunde aus. Mit vielen neuen Songs und überraschenden Ideen, vertrauten und (noch) unbekannten Gesichtern machte der Singer-Songwriter aus Halver, der beim Konzert eine Vielzahl großartiger Musiker um sich scharte, vor gut besuchtem Haus Furore.

Knapp 200 Besucher feierten mit Binyo & Friends gut gelaunt und textsicher in einen langen, kurzweiligen Musikabend voll berührender und heiterer Songs in bester Singer-Songwriter-Manier, Rap/Hip Hop, Poetry Slam, Tanz, Soundvergnügen und Scratching hinein. Als Veranstalter zog einmal mehr die Sound Bäckerei (Robin Brunsmeier/Teresa Schabo) die Strippen. Zu dritt, in kleiner Besetzung stellte sich die Kölner Newcomer-Band „Und wieder Oktober“ mit ihrem Erfolgssong „Könige der Stadt“ und weiteren Deutschpop-Titeln melancholischer Färbung vor.

Als Opener des Abends gelang Marc French (Gesang), Leona Püschel (Cello) und Sarah Kulawik (Piano), die ansonsten zu sechst auftreten, ein eindrucksvoller Einstieg. Für Halver und die „Landluft“ – eigens für die Stadt geschrieben – brach Binyo singend und musizierend eine Lanze. „Da, wo die Wiesen noch grün sind und auf jedem Quadratmeter Kuhfladen liegen“, fühlte er sich wohl. 

Binyo and Friends

Verglichen mit der sauberen Luft auf dem Land, hatte die Großstadt keine Chance. Mit Binyo spielten Rudolf F. Nauhauser (Saxofon), Steven Stegnitz (Bass), Christian Lauermann (Schlagzeug) und Christopher Hans (Klavier). Peu à peu stellten sich die Bandmitglieder ein und gaben dem heiteren Song mit Ohrwurmcharakter einen vollen, satten Sound. Gewohnt launig, teils nachdenklich, teils mit verschmitztem Augenzwinkern, unterhielt Binyo sein vielfach mitsingendes, begeistert mitgehendes Publikum.

Viele Songs, darunter der „Frodo“, erlebten ihren Einstand auf der großen Bühne. Gemeinsam mit Trompeter Nicolas Leitgeb (iJazz) redete Binyo Jung und Alt bei „Fühlst du es auch“ eindringlich ins Gewissen, Streit zu beenden und nicht unnötige Energie zu verschwenden. Zusammen mit Peter Panisch alias Poetry Slammer Marian Heuser streifte er seinem „Jeremy Pascal“-Song gekonnt einen neuen Text über und stellte „Kindheitsidole“ auf den Prüfstand. Freche, witzige und tiefgründige Texte, die Biss hatten und einer gleichgültigen Gesellschaft den Spiegel vor Augen hielten, steuerte der Slammer Marian Heuser zum Gelingen des unterhaltsamen Abends bei.

Mit dem Auftritt von „Hazefeld“ steuerte das Konzert auf seinen Höhepunkt zu. Die Protagonisten: Sebastian Kreinberg (BassTea), DJ Nachtfalke (Gerit Nicolas Rüter), Binyo und Rudolf F. Nauhauser sowie Hannah Kramer (Gesang) und die Hip-Hop-Gruppe „Devotion“ der Tanzschule S aus Lüdenscheid. Die Stilrichtung: Rap und Hip Hop vom Feinsten. „Wir sind Hazefeld, ein exklusives Gemisch, die Sound Bäckerei hat wieder aufgetischt“, hieß es da frech und unbekümmert. Eine durch und durch professionelle, mitreißende Performance legten der Rapper, Binyo und seine Freunde hin. Zum „Runterkommen“ brauchte es schon einige ruhigere Songs.

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