Geplante Arbeiten

Konzept zur Instandsetzung des Halveraner Aussichtsturms

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Das Konzept für die Instandsetzung des Aussichtsturms wurde im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorgestellt.

Halver - „Das Konzept für die Instandsetzung des Aussichtsturms steht.“ Das konnte Architektin Cathrin Brückmann am Dienstag im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen verkünden. Sie informierte die Mitglieder über den aktuellen Sachstand des Wahrzeichens auf der Karlshöhe.

Starke Risse, abgeplatzte Steine, schwammiges Mauerwerk, rissige und poröse Fugen, beeinträchtigter Innenputz und durchfeuchtete Fenster – das sind laut Brückmann die ermittelten Schäden, die durch Gutachten und Untersuchungen festgestellt wurden (wir berichteten). 

Neben der Feuchtigkeit, die die Decke unter der unteren Aussichtsebene zerstört, gibt es auf der oberen Ebene ein weiteres „großes Problem“. Nur eine Umrandung mit einer Höhe von 80 Zentimetern schützt derzeit vor einem Absturz. 

"Große Absturzgefahr"

Bei den Geländern im Inneren des Turms sieht es genauso aus. „Da sehe ich Handlungsbedarf. Das ist eine große Absturzgefahr“, erklärte Brückmann. 

Die Ursachen für den Zustand des Aussichtsturms liegen vor allem bei der Statik – die vier Pfeiler sind zum Beispiel gar nicht mit dem Turm verbunden – und der Witterung. Lasten haben sich über die Jahre verändert, aus Holztreppen wurden Betonelement. Eine Entwässerung existiert nicht. Doch das Konzept steht, das alle diese Probleme beseitigen soll. 

Das Mauerwerk wird gereinigt, neuer Mörtel genutzt, abgeplatzte Steine ausgetauscht, Zugstangen in das untere Geschoss gezogen, die Eckpfeiler mit dem Turm verbunden, eine Betonsanierung (Treppen und Podeste) erfolgt und der Innenanstrich gemacht. Hinzu kommen voraussichtlich sogenannte Mikrobohrpfähle, um das Fundament des Turms zu verstärken. „Da warten wir allerdings noch auf ein Gutachten“, sagte Brückmann. 

Die untere Plattform wird durch Fenster geschlossen. „Die Fenster im gesamten Turm werden so platziert, dass ein Belüftungssystem entsteht, damit die Feuchtigkeit draußen bleibt“, erklärt die Architektin. 

Maschendraht als Fallschutz

Es ist außerdem eine innenliegende Entwässerung geplant, die an die Kanalisation angeschlossen werden soll. Brückmann könne sich außerdem eine Art Maschendraht (Gewebe) als Fallschutz vorstellen. Das Geländer soll auf 1,40 Meter erhöht werden.

 „Und es gibt noch 500 weitere Kleinigkeiten“, sagte sie. „Der Turm steht in einer exponierten Lage. Dass der Turm völlig rissfrei wird, kann ich nicht erreichen“, sagte Brückmann zum Abschluss. Aber durch die Instandsetzung und eine regelmäßige Pflege werde das Wahrzeichen Bestand haben. 

Gabriele Apelt (CDU) erkundigte sich daraufhin nach den jährlichen Kosten für eine Instandhaltung. Genaue Zahlen konnte Brückmann nicht nennen. Sie empfiehlt eine „dachdeckermäßige Wartung“ und die Überprüfung durch einen Restaurator.

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