SKB-Geschäftsführer für Stilllegung und Abwicklung

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Nach wie vorm offen ist, wer die Kosten für den Abriss der Brücke über die Südstraße bezahlt – sollte sie abgerissen werden. Die derzeitige Ampelanlage sei keine Dauerlösung.

HALVER - Der Stadt Halver soll die Eisenbahnstrecke zwischen Halver und Oberbrügge - bis zum Stellwerk - nach der Redaktion vorliegenden Informationen von der Schleifkottenbahn GmbH (SKB) für 240.000 Euro zum Kauf angeboten werden.

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Der Rest, vom Stellwerk bis zum Ende des Bahnhofs Oberbrügge, könnte vom Verein Bergisch-Märkische Eisenbahn (BME) als Versuchsstrecke oder technisches Museum sowie Werkstatt weitergeführt werden - so zumindest die Überlegungen von Friedrich Wilhelm Kugel, Geschäftsführer der SKB.

Kugel, der aus privaten Gründen (Umzug nach Bayern) die Geschäftsführung aufgeben wird, spricht sich, wie es heißt, für eine „Stilllegung und Abwicklung“ der Strecke aus. Ohne die so genannte Durchbindung (den Abschluss) nach Brügge gebe es dazu keine Alternative. Der SKB-Geschäftsführer ist aber gegen einen Radweg auf der Strecke, wenn nicht parallel das Schienentaxi dort fahren kann - folgende Generationen müssten dann die gesamten Folgekosten des Radwegs tragen.

In den Reihen der Schleifkottenbahn gibt es aber offenbar auch Mitglieder, die sich für einen Fortbestand der Eisenbahnstrecke aussprechen, weil man „von einem breiten Interesse in der Bevölkerung ausgeht“. Unterstützung würden die Mitglieder von SKB und BME beim BUND durch Klaus Brunsmeier finden, „bis eine tragbare Lösung für alle Beteiligten gefunden wird“. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde natürlich auch über das Thema „Abriss der Brücke über die Südstraße“ gesprochen. Dazu vertritt man bei der SKB die Meinung, dass die Stadt Halver die Abrisskosten tragen muss. Ob dies so ist, soll sich möglicherweise bis zur nächsten Gesellschafterversammlung der SKB entscheiden. Bis dahin könnten weitere Fragen wie die des Nachhaftungsrisikos geklärt sein.

„Wir führen weiterhin konstruktive Gespräche“, erklärte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Das betreffe sowohl eine Lösung für die Brücke über die Südstraße (nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz müssten beide Träger der Verkehrswege nach einer Aufhebung der Kreuzung die Kosten tragen), als auch für die Erhaltung des Infrastrukturbandes „Eisenbahnstrecke zwischen Halver und Oberbrügge“ - in welcher Form auch immer, wobei Eicker den Gedanken eines Radwegs wie schon bei der Versammlung am Freitag in Erinnerung ruft. - Det Ruthmann

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