Rabatte für Kinder im Neubaugebiet Schmittenkamp

Verkaufsstart für Schmittenkamp

Halver/Oberbrügge - Die Entscheidung fiel in der interfraktionellen Runde, einvernehmlich und per Dringlichkeitsbeschluss: Mit dem Baubeschluss für das Neubaugebiet Schmittenkamp ist der Weg frei auch für die Vermarktung der Grundstücke.

In Krisenzeiten müsse die öffentliche Hand antizyklisch handeln, das bedeute, zu investieren, sagt Kämmerer Markus Tempelmann, zuständig auch für die Bauleitplanung, im Hinblick auf das Vorhaben und vor dem Hintergrund der Corona-Krise. „Wir haben im Haushalt für das Jahr 2020 für Investitionen die Rekord-Summe von rund 17 Millionen Euro bereitgestellt. Es wäre fatal –angesichts der sich durch die Corona-Krise abzeichnenden Probleme für weite Teile der Privat-Wirtschaft – hier jetzt Projekte zurückzustellen oder gar zu stoppen.“ 

Gerade in den vergangenen Tagen seit der Verschärfung der ordnungsbehördlichen Maßnahmen werde er verstärkt von Familien aus Oberbrügge und Halver gefragt, ob es denn am Schmittenkamp weitergehe. Für diese Interessenten hat Markus Tempelmann gute Nachrichten: So seien in der letzten Woche nicht nur der Baubeschluss für Kanäle und Straßen gefasst, sondern auch die Verkaufskonditionen festgelegt worden. 

Die Grundstücke sollen zwischen 140 und 170 Euro pro Quadratmeter kosten. Der von der Verwaltung vorgeschlagene Kinder-Rabatt wird auf Antrag der Fraktionen von Grünen, UWG, FDP und CDU wie folgt erhöht: 4000 Euro bei einem Kind, für das zweite Kind gibt es 6000 Euro. Bei drei oder mehr Kindern gibt es zusätzlich 8000 Euro, sodass der maximale Rabatt 18 000 Euro beträgt. 

Von dieser Staffelung ist auch Tempelmann überzeugt: „Kinderschutzbund und Sozialgerichte haben immer wieder bestätigt, dass das Armutsrisiko mit jedem weiteren Kind steigt. Von daher finde ich diese Progression auch sozial gerecht.“ 

Einen weiteren Antrag gab es von Bündnis 90/Die Grünen, der ebenfalls beschlossen wurde. Demnach erhält jeder Bauherr einen Zuschuss von 2500 Euro, wenn er sein Haus nach dem Energiestandard „KfW 40 Plus“ errichtet. Auch das begrüßt der Kämmerer. „Das finde ich sehr gut, denn es entspricht dem Prinzip ,Anreize statt Verbote’.“ 

Die städtischen Rabatte gibt es zusätzlich zu den möglichen Förderprogrammen des Bundes wie Baukindergeld, Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Zuschüssen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). 

Aufgrund seiner Erfahrung aus mehr als 700 Notarverträgen in 28 Jahren würde sich Tempelmann auch anbieten, als Lotse für die Kunden zu agieren. „Natürlich kann und darf ich dabei nicht in Konkurrenz zu Banken und Steuerberatern treten.“ 

Um Verständnis wirbt Tempelmann bei Kollegen, Planern und auch Anliegern für den hohen Zeitdruck, den er in den letzten Monaten hätte ausüben müssen. Die Haupt-Triebfeder sei die große Nachfrage von Familien gewesen sowie das zum 31. Dezember dieses Jahres wegfallende staatliche Baukindergeld in Höhe von 12 000 Euro pro Kind, wodurch Verkaufs- und Baustart jetzt zwingend notwendig seien. Zumindest die städtischen Rabatte seien aber unbefristet. 

Erstmals unterstützt wird Tempelmann bei der Vermarktung von Claudia Friedrich, die in seinem Fachbereich seit Januar 2020 nicht nur für Steuern und Wirtschaftsförderung, sondern auch für Grundstücksgeschäfte zuständig ist. Dagmar Hochheusel bleibe dabei die bewährte Kraft im Backoffice. 

Die Verwaltung möchte die Vermarktung in Corona-Zeiten weitgehend kontaktarm gestalten. Informationen an die vorhandenen neue Interessenten würden per Mail versandt, Gespräche liefen überwiegend telefonisch. Die Frist zur Auswahl der Grundstücke wird etwas länger gefasst, damit die ersten Notarverträge gegebenenfalls im Mai geschlossen werden könnten.

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