Personelle Wechsel in der politischen Landschaft in Halver

Kommunalwahl 2020: Der Halveraner Rat im Umbruch

Wahlbriefe sortieren im Rathaus. Mehr als 3700 Bürger nutzten in Halver die Möglichkeit zur Briefwahl.
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Wahlbriefe sortieren im Rathaus. Mehr als 3700 Bürger nutzten in Halver die Möglichkeit zur Briefwahl.

Das Wahlergebnis vom Sonntag sorgt für einen deutlichen Umbruch und eine Verjüngung im weiterhin 34 Mitglieder starken Rat der Stadt Halver.

Halver - 13 neue Ratsherren und -frauen steigen ab Ende Oktober neu in die Kommunalpolitik ein. Gleichzeitig scheiden elf Mitglieder aus dem Gremium aus. Bedingt ist das durch den Wahlverlauf mit dem in dieser Höhe überraschenden Erfolg der SPD bei der Kommunalwahl 2020, zum Teil aber auch aus der persönlichen Entscheidung verschiedener Mitglieder, die sich nach Jahrzehnten aus der Kommunalpolitik zurückziehen.

Der Zuwachs an Ratsmandaten von 10 auf 13, dazu der altersmäßige Umbruch, mischt am heftigsten die Fraktion der SPD durch. Sieben neue Ratsmitglieder, mehr als die Hälfte der Fraktion, konnten allein über Direktmandate in den Rat einziehen. Das sind Armin Kibbert, (Wahlbezirk 001), Lars Winterhagen (WB 002), Roland Pregitzer (WB 003), Florian Schlepps (WB 006), Julia Göddert (WB 007), Jürgen Wichert (WB 013) und Dagmar Eckardt (WB 015). Weiterer Zuwachs in der SPD-Fraktion ist Achim Magenheimer, der über die Reserveliste in den Rat einzieht. Platziert war er dort auf Rang 9. Alle Kandidaten vor ihm auf der Liste hatten am Sonntag ihre Bezirke direkt geholt.

Rückzüge bei der SPD

Zum Umbruch bei der stärksten Ratsfraktion trägt bei, dass mehrere erfahrene SPD-Politiker sich zurückgezogen haben. Rainer Filling, Hartmut Wächter, Regina Reininghaus und Jens Gronemeyer sind nicht mehr angetreten. Aus der jetzigen SPD-Belegschaft bleiben damit nur Fraktionschef Martin Kastner, Bettina Pregitzer, Werner Fuchs, Annette Schwalm und Astrid Becker.

Kaum Fluktuation bei der CDU

Bei der CDU, mit neun Sitzen jetzt zweitstärkste Ratsfraktion, ist eine personelle Fluktuation hingegen kaum erkennbar. Neu in der Reihe sind Matthias Lauermann mit Platz 2 auf der Reserveliste und Marvin Schüle, für den noch Platz 7 greift. Direktmandate eroberten Monika Ebbinghaus (WB 010), Jens Vohrmann (WB 014), Horst Höfer (WB 016) und Liane Bauer (WB 017). Fraktionschefin Martina Hesse, Matthias Lauermann, Andreas Hesse und Hugo Kerspe waren über die Spitzenplätze 1 bis 5 abgesichert und damit für den neuen Rat gesetzt. Mit Platz 10 auf der Reserveliste reichte es nicht mehr für ein Ratsmandat für Kurt-Dietrich Neuhaus, ebenso wenig auf Platz 9 der Liste für Petra Krause.

Grüne weiter mit fünf Sitzen

Zwei neue Gesichter bringt die Grünen-Fraktion mit unverändert fünf Sitzen in den Rat ein. Die Reserveliste zieht bei ihnen bis Platz 4 mit (in dieser Reihenfolge) Dr. Jana Schrage, Matthias Clever, Eva Niesler und Uwe Leinung. Fünfter im Bunde ist Dietrich Pohlmann, der den Wahlbezirk 011 direkt holte. Platz 5 auf der Reserveliste reichte nicht mehr für Martin Halbrügge, der damit erster Nachrückkandidat wäre.

UWG verliert zwei Mandate

Bei der UWG greift nach deutlichem Verlust an Stimmen die Liste noch bis Platz 4 nach sechs Mandaten in der auslaufenden Legislaturperiode. Gesetzt waren Dr. Sabine Wallmann, Werner Lemmert, Benedikt Haake und Kristian Hamm auf den Plätzen 1 bis 4. Eveline Scharwächter, Paul-Adolf Turck auf den Rängen 5 und 6 sind damit nicht mehr im Rat vertreten, ebenso Moritz Schröder .

Drei Sitze für die FDP

Bei der FDP hingegen ergeben sich keine Veränderungen. Auf den drei Listenplätzen gesetzt sind Fraktionschef Sascha Gerhardt, Andreas Gerrath und auf Platz 3 Marc Manz. Dass die Liberalen mit drei Mandaten in den Rat einziehen, galt im Vorfeld als unwahrscheinlich. Für die FDP wird es nun Aufgabe sein, Manz verstärkt in die Arbeit einzubinden, der aus der CDU zur FDP gewechselt war, danach aber in Ausschüssen und Rat nicht mehr zugegen war.

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