Die FDP setzt auch auf Tempelmann

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Auf einen Blick: Nach der Sitzung stellten sich die Wahlbezirkskandidaten im Beisein von Angela Freimuth zum Gruppenbild auf.

Halver - Nach CDU und Grünen wählte auch der Halveraner Ortsverband der FDP am Montagabend Kämmerer Markus Tempelmann zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Im Rahmen eines außerordentlichen Ortsparteitags, der zugleich Wahlversammlung war, sprach sich die Mehrheit der zehn Stimmberechtigten in der Aula der Humboldtschule für den überparteilichen Bürgermeisterkandidaten aus. Einen Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden Michael Kortmann, auf einen Bürgermeisterkandidaten der FDP zu verzichten („Darunter leidet die Transparenz“) und stattdessen Markus Tempelmann als gewählten Kandidaten einer anderen Partei zu unterstützen, lehnte die Versammlung mehrheitlich ab. „Wir bekommen Gestaltungsmöglichkeit durch die Zusammenarbeit“, begründete Sascha Gerhardt, Vorsitzender der FDP Halver, das Festhalten an der Aufstellung von Markus Tempelmann als Bürgermeisterkandidat der FDP. „Aus liberaler Sicht ist das sehr wünschenswert.“ Sachlich und konstruktiv geriet die Aussprache über diese strittige Frage. 

Als besonderen Gast hieß Gerhardt Landratskandidatin Angela Freimuth, Vizepräsidentin des Landtags von Nordrhein-Westfalen, willkommen. Im weiteren Verlauf des Abends übernahm sie die Leitung der Versammlung. Zum Schriftführer wählten die Freien Demokraten Marc Manz. Er habe sich stets ehrgeizige Ziele gesetzt, betonte Markus Tempelmann bei seiner Vorstellung. Er habe nie in die Fußstapfen anderer treten wollen, sondern wolle selbst Fußspuren hinterlassen. Ausführlich kam er auf die erfolgreiche Absolvierung des Stärkungspaktes NRW zu sprechen. Für die freiwillige Teilnahme habe er im Frühjahr 2012 alle Entscheidungsträger gewinnen können. „Ich habe sämtliche Einzelmaßnahmen vorgeschlagen und war auch an der Umsetzung maßgeblich beteiligt.“ 

Der gesamte Konsolidierungserfolg seither belaufe sich auf rund 23 Millionen Euro. Hinzu kämen 7,3 Millionen seitens des Landes. „Der Gesamteffekt beläuft sich also auf rund 30 Millionen Euro.“ Die Schaffung von Arbeitsplätzen, niedrige Steuersätze und vieles mehr sprach er an. Ihm gehe es bei seiner Kandidatur darum, dass in Halver wieder die Sache im Vordergrund stehe. „Die besten Ideen sollen gewinnen.“ Es könne nicht sein, dass eine Minderheit die Mehrheit dominiere. Fragen aus Reihen der Versammlung zielten auf die Finanzen in Zeiten von Corona. Hinsichtlich der Gewerbesteuer sei Halver derzeit besser aufgestellt als in der Wirtschaftskrise 2009, antwortete Tempelmann. „Wir sind bei Weitem nicht so tief abgerutscht wie damals.“ 

Die Zeit zwischen den Wahlgängen nutzte Angela Freimuth, auf ihre Bewerbung zur Landrätin im Märkischen Kreis einzugehen. Als eines ihrer zentralen Anliegen nannte sie die Einführung einer „ermöglichenden Verwaltung“. Wichtig sei bei aller Einzigartigkeit der Städte („Das soll auch so bleiben“), Kooperationen zu schließen und von der Expertise der Nachbarstädte zu profitieren. Ebenso wichtig sei ihr der Schutz der Kinder. „Wir dürfen als Gesellschaft bei Missbrauch nicht mehr weggucken.“ Ebenso gelte es, allen extremistischen Tendenzen entgegenzutreten.

Die FDP-Kandidaten in den Wahlbezirken

Jürgen Sikora (Wahlbezirk 1), Franziska Ihne (Wahlbezirk 2), Horst Severin (Wahlbezirk 3), Christina Gerhardt (Wahlbezirk 4), Jürgen Theiß (Wahlbezirk 5), Mathias Ihne (Wahlbezirk 6), Thomas Volborth (Wahlbezirk 7), Andreas Gerrath (Wahlbezirk 8), Lisa-Marie Gerhardt (Wahlbezirk 9), Felicitas Manz (Wahlbezirk 10), Lutz Schriever (Wahlbezirk 11), Marc Manz (Wahlbezirk 12), Friedhelm Neuhaus (Wahlbezirk 13), Ahmet Günaydin (Wahlbezirk 14), Sabrina Pallara (Wahlbezirk 15), Sascha Gerhardt (Wahlbezirk 16) und Nils Korman (Wahlbezirk 17). Die Reserveliste führen an: Sascha Gerhardt (Listenplatz 1), Andreas Gerrath (Listenplatz 2) und Marc Manz (Listenplatz 3). Zur Kreistagswahl tritt Andreas Gerrath an.

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