"Kölsch singe und drinke"-Abend begeistert Gäste im Kulturbahnhof

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Hoch die Hände: Ausgelassen wurde am Samstagabend beim "Kölsch singe und drinke"-Abend in der Brasserie Kulturbahnhof gefeiert.

Halver - Hoch her ging es am Samstagabend beim „Kölsch singe und drinke“-Mitsing-Abend in der Brasserie Kulturbahnhof.

Bereits zum dritten Mal sorgten die „Kölsch singe und drinke“-Musiker Tom Nesgen (Gitarren und Gesang), Felix Nesgen (Schlagzeug), Manfred Bröde (Mandoline und Gitarre), David Aktas (Bass) und Christof Kellerwessel (Keyboard und Gitarre), die in der Regel mit ihren Mitsing- und Mitmachabenden in Kölner Brauhäusern unterwegs sind, mit kölschem Frohsinn für eine Riesenstimmung im Kulturbahnhof. „Die Stimmung ist genauso wie in den Kölner Brauhäusern“, lobte Tom Nesgen in der Pause.

An Sangesfreudigkeit und Feierlust standen die Halveraner den Rheinländern in nichts nach. Das Schöne: Jung und Alt stimmten gemeinsam kölsche Lieder aus alter und neuer Zeit an. Bereits seit Wochen war die Drittauflage des Halveraner Veranstaltungshits ausverkauft. Gut und gerne das Doppelte an Karten hätte verkauft werden können, wenn es denn die Räume zugelassen hätten, wie Inge Zensen als Kulturbeauftragte der Stadt bestätigte. „Diese Atmosphäre kriegen wir nur in einen kleinen Raum“, erklärte sie.

"Kölsch singe und drinke": Mitsing-Abend im Kulturbahnhof

Mit 120 Sangesfreudigen, die sich keine Gelegenheit zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln entgehen ließen, war die Kapazität der Brasserie in der Tat restlos ausgeschöpft. Gerade das Intime und Kuschelige machte die besondere Atmosphäre des Abends aus. Passend zum illustren Streifzug durch die kölsche Liederwelt von Ostermann bis zu den Bläck Fööss war der Kulturbahnhof einladend mit weiß-roten Luftballons und Wimpelketten geschmückt. Früh Kölsch nach traditioneller Brauart und typisch rheinische Speisen wie „Halve(r) Hahn“ und „Himmel un Äd“ hatte die Brasserie zum Essen und Trinken im Angebot.

Manchen Liederschatz hoben die fünf spielfreudig aufgelegten Musiker, die sich erst nach knapp zwei Stunden eine erste kleine Pause gönnten, für ihr begeistert mitfeierndes Publikum. Auch abseits von Karnevals- und Stimmungsliedern spielten sie für die Halveraner manch altes „Schätzchen“. Meist um Heiterheit, Frohsinn, Karneval und den Dom, dem der Colonius (Kölner Fernmeldeturm) längst den Rang als höchstes Gebäude der Stadt abgelaufen hat, aber auch um schwere Zeiten und das berühmte Licht am Ende des Tunnels ging es in gefühlvollen und ausgelassenen Liedern.

Zum Mitsingen gab es Liederhefte an die Hand. „Für die Sehhilfen müsst ihr selber sorgen“, scherzte Tom Nesgen, der mit seinem großen Besucherchor zum Auftakt lustig die Stimme ölte. Einen Mini-Sprachkurs in Sachen Kölsch gab es gratis dazu. Das starke Band Köln-Sauerland festigte das „Sauerland“-Lied. Kaum auf der Bühne, hatten die Kölner ihr Publikum fest im Griff. Was sie auch anstimmten, ob „Ene Besuch em Zoo“ (Hans Knipp), „De Mama kritt schon widder e Kind“ (Bläck Fööss), „Superjeilezick“ (Brings) oder „Ich ben ne Räuber“ (Traditional) – die Halveraner machten begeistert mit. „Ihr seid großartig, ein großartiges Mitsing-Publikum“, kam von Musikerseite dann prompt ein dickes Lob.

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