Dank an Ehrenamtliche

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Die Aula der Realschule war gut gefüllt, als der Bürgermeister zum Neujahrsempfang geladen hatte. Neben Grußworten standen auch ein visueller Jahresrückblick und musikalische Beiträge der „Albert Singers“ auf dem Programm.

HALVER - Eine gefüllte Realschulaula, ein mitreißendes musikalisches Programm, Grußworte von Bürgermeister und Kirchenvertreter sowie der Auftritt der Sternsinger: Eigentlich war beim Neujahrsempfang der Stadt alles wie immer. Nur eines fehlte gestern: das Mantra des Bürgermeisters.

„In Halver ist immer was los“, diesen Spruch wiederholt Dr. Bernd Eicker nur zu gerne - doch gestern begnügte er sich mit dem Blick auf all jenes, was hinter und vor den Bürgern liegt, um die Vitalität der Stadt zu beschreiben. Die Eröffnung der Veranstaltung übernahmen jedoch andere: Für die musikalische Untermalung zum Auftakt und zum Ende sorgte der Gospelchor „The Albert Singers“ mit eindrucksvollen Darbietungen unter der Leitung von Matthias Ortmann, der die Gruppe nicht nur am Klavier, sondern auch als Solosänger begleitete. Die erste Begrüßung des Tages richtete indes Friedhelm Schröder an die Anwesenden: Schließlich war der Realschulleiter Hausherr der Veranstaltung, der den offiziellen Rahmen vor rund 200 Gästen dazu nutzte, sich bei einer schulfreundlichen Stadtverwaltung zu bedanken. Schröder freute sich über eine „zukunftsweisende Schulentwicklung“, für die er sich in Richtung des Bürgermeisters bedankte.

Und das sollten gestern nicht die einzigen Dankesworte bleiben: In seiner Rede richtete Bernd Eicker seinen Blick unter anderem auf die vielen ehrenamtlich Aktiven, die durch persönlichen oder finanziellen Einsatz ihren Beitrag für das Gemeinwohl leisteten. Dabei verwies das Stadtoberhaupt besonders auf die Mitglieder der Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, THW und DRK, die einen Teil der Daseinsfürsorge in der Stadt sicherstellten. „Wir brauchen den Dienst dieser Menschen ganz, ganz dringend“, so Eicker, „deswegen ist es auch richtig, dass die Stadt ihnen eine zeitgemäße technische Ausstattung zur Verfügung stellt.“ So verwies Bernd Eicker auf das neue Fahrzeug, das Ende 2012 der Feuerwehr übergeben werden konnte.

Geprägt war Eickers Rede jedoch vor allem von den vielen zurückliegenden und künftigen Projekten in Halver: Er erinnerte unter anderem an die im Dezember erstmals rückwärts laufende Schuldenuhr, die Teilnahme am Stärkungspakt Stadtfinanzen und die Fertigstellung des Neubaugebiets Leyer Sonnenschein, die Regionale und erfolgreiche Veranstaltungen. Doch auch negative Entwicklungen wie die Aufgabe von gleich vier Drogeriemärkten thematisierte der Bürgermeister - natürlich nicht, ohne auf die geplante Neuansiedlung von Rossmann an der Bahnhofstraße hinzuweisen. Still wurde es in der Realschulaula, als Eicker an den Tod des langjährigen Bürgermeisters und Landrats Klaus Tweer erinnerte: Ihm werde die Stadt ein ehrendes Andenken bewahren, so Bernd Eicker.

Als Projekte der kommenden Monate nannte der Bürgermeister etwa den Ausbau der Heerstraße, der im Frühjahr starten soll, die Verbesserung der Straßen und die Projekte im Rahmen der Regionale 2013. Die Wirtschaftsförderung durch Ausweisung neuer Flächen, die Barrierefreiheit im Rathaus und auch die Nutzung der Windkraft waren weitere Stichworte, die in naher Zukunft von Bedeutung seien.

Am Ende seiner Rede hatte Bernd Eicker seinen obligatorischen Satz übrigens doch noch gesagt - wenn auch leicht abgewandelt. Mit Verweis auf die vielen Veranstaltungen, aber auch auf die Gründung des ZWAR-Netzwerks erklärte er: „Im Bürgerzentrum ist immer was los!“ Und so blieb schließlich doch irgendwie alles beim Alten.

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