Klimaschutz im Blick

Klimaschutz-Manager für Halver - Förderung zu 100 Prozent

Rathaus
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Im Rathaus in Halver könnte es schon bald einen Klimaschutz-Manager geben.

Eine Stelle fürs Klima sollte es im Juni noch für die fünf Kommunen an der Volme, Halver, Schalksmühle, Kierspe, Meinerzhagen und Herscheid, geben. Jetzt soll es wohl für jede eine eigene Stelle geben. Auch für Halver.

Halver – „Wenn wir die definierten Pläne aus dem Klimaschutzkonzept umsetzen wollen, brauchen wir einen Klimaschutz-Manager“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Dass sich die Überlegung nun dahin entwickelt hat, dass jede Kommune eine eigene Stelle schafft und besetzt, findet Brosch besser. Der Klimaschutz soll vor Ort weitergeführt werden. Ein gemeinsamer Klimaschutz-Manager für alle fünf Kommunen hätte nicht die gleiche Kraft gehabt.

Drei Jahre würde die Stelle in Halver zu 100 Prozent gefördert werden. Dass man nach Ablauf der Förderzeit die Stelle streicht, das wäre nicht im Sinne von Brosch – weil es auch nicht im Sinne vom Klimaschutz wäre. Entscheiden wird darüber aber der Rat.

Interkommunale Zusammenarbeit

Wie der Bürgermeister bereits im Juni äußerte, konnte er sich ohnehin vorstellen – falls nicht alle fünf Kommunen mitgezogen wäre – , eine Stelle nur für Halver zu schaffen. Das ist jetzt der neue Plan. Eine interkommunale Zusammenarbeit steht dem nicht im Wege, sagt Brosch. Wenn auch die anderen Kommunen eine eigene Stelle besetzen, werden sich die Manager ohnehin untereinander austauschen. Das wäre zum Beispiel beim Thema Radwege notwendig. Allen gegenüber stünde dann Petra Schaller, die Klimaschutzbeauftragte des Kreises. Sie tauscht sich mit den Klimaschutz-Managern, die es in einigen Kreisstädten und -gemeinden bereits gibt, aus.

Die Stelle, die im Rathaus schon bald ausgeschrieben werden könnte, wenn ein Ratsbeschluss vorliegt, hat über die Wichtigkeit hinaus auch einen Symbolcharakter, sagt Michael Brosch. „Es ist eine ausgestreckte Hand für alle Jugendlichen, die freitags auf die Straße gehen.“ Es soll zeigen, dass man sie und deren Zukunft ernst nimmt. Es ist aber auch eine Chance, junge Menschen ins Rathaus zu bekommen. „Engagiert euch“, ist die klare Aufforderung.

Klimacafé im Vorfeld

Zu den Aufgaben zählt die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzepts unter Einbeziehung relevanter örtlicher Akteure sowie die nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen und die Akquise von Fördermitteln. Entwickelt ist dieses Konzept jetzt. Die Erstellung wurde vom Bundesministerium für Umwelt gefördert, und im Zuge dieser finanziellen Unterstützung haben die fünf Kommunen Klimacafés veranstaltet, virtuelle Ideenkarten erstellt, Sitzungen beim Märkischen Kreis abgehalten sowie diverse Interviews und Fachgespräche geführt. Das Klimacafé in Halver fand am 9. März statt – noch vor der Eskalation der Corona-Krise.

Entstanden ist mit viel Arbeit ein Konzept auf 277 Seiten. Sechs Handlungsfelder wurden dabei im Maßnahmenkatalog definiert:

  • Strukturen für den Klimaschutz
  • Kommunale Liegenschaften und Anlagen
  • Energieeffizienz, Energieversorgung und erneuerbare Energien
  • Umweltfreundliche Mobilität
  • Umweltbildung und Konsum
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Im Ausschuss für Planung und Umwelt, der an diesem Dienstag tagt, wird darüber diskutiert. Das Konzept und die Umsetzung sollen beschlossen werden und auf Basis des Maßnahmenprogramms auch die Einstellung eines Klimaschutz-Managers für drei Jahre erfolgen. Im Rat am 14. Dezember folgt die letzte Entscheidung dazu.

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