„Kleine Zauberflöte“ begeistert junge Zuschauer

Oper hautnah und mit viel Spaß konnten die Mädchen und Jungen der Lindenhofschule sowie aus den Kindertagesstätten „Spatzennest“, „St. Nikolaus“ und „Juno“ erleben. Dafür sorgte unter anderem Stefan Mosemann und seine grüne Schlange Sammy von der „Kölner Opernkiste“. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Bereits im vergangenen Jahr hatten die Lindenhofschüler den Zauber der Oper kennengelernt – und auch am Mittwoch waren sie begeistert, als sie gemeinsam mit Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten des DRK, von „St. Nikolaus“ und „Spatzennest“ die Aufführung der bekannten Mozart-Oper „Die kleine Zauberflöte“ verfolgten.

Dazu hatte die Schule, so Leiterin Beate Segieth, dank der großen Unterstützung des Fördervereins, die „Kölner Opernkiste“ eingeladen. Ebenfalls eingeladen waren die Vorschul-Mädchen und -Jungen aus den genannten Kindergärten sowie die Eltern der Lindenhofschüler – und die erlebten eine überaus vergnügte und kindgerechte Opernaufführung. Verantwortlich dafür waren Stefan Mosemann (Bariton), Christine Léa Meier (Sopran) und Antonio Rivera (Tenor), die das Bühnenbild von Franziska Smolarek in der Turnhalle aufgebaut hatten und in die Kostüme von Uta Heiseke schlüpften.

Knapp 70 Minuten dauerte die Aufführung der wohl weltweit bekanntesten Oper, die zu den am meisten aufgeführten Werken zählt – erschaffen wurde sie von Wolfgang Amadeus Mozart. Märchenmotive, mysthische Symbolik, freimauererisches Gedankengut und volksopernhafte Elemente, all das findet sich in der „Zauberflöte“ wieder. Doch darum ging es bei der Aufführung durch die „Kölner Opernkiste“ weniger. Vielmehr verstanden es die drei Künstler, die Oper – in der Fassung von Stefan Mosemann, der auch zusammen mit Alice van Dytsch Regie führt – den Kindern verständlich und begreifbar zu machen. Das fing damit an, dass Mosemann im Dialog die verschiedenen Stimmlagen (Bass, Bariton, Tenor und Sopran) erklärte.

Darüber hinaus wurden auch einige Mädchen und Jungen in die Aufführung mit eingebunden – und wenn es nur die kleine Nebenrolle war, Feuer oder Wasser zu spielen. Als Mosemann die Schüler fragte, wer denn von den Erwachsenen eine Rolle übernehmen sollte, wurde dies lautstark sehr schnell klar: Lehrerin Carina Geck-Müller musste sich, ebenso wie einige Schüler, umziehen und bekam ihren Text.

Dagegen bedurfte es bei den Grundschülern keiner großartigen Erklärungen, welche Figuren in der „Zauberflöte“ mitspielen. Schließlich hatten sich die Kinder in den vergangenen Wochen im Unterricht mit der Oper von Mozart auseinandergesetzt. Sie kannten daher Papageno, Tamino, Monostatos, Pamina sowie Papagena.

Aber wahrscheinlich wären die Mädchen und Jungen auch ohne dieses Vorwissen in der Turnhalle der Lindenhofschule von der Aufführung der „kleinen Zauberflöte“ begeistert gewesen. Verstand es die „Kölner Opernkiste“ doch, diese Form der Musik und Schauspielerei unmittelbar und voller Spaß erlebbar zu machen. „Wir möchten dabei vermitteln, dass Oper das Selbstverständlichste und Natürlichste der Welt sein kann“, wollten die Künstler des Ensembles, die häufig in Schulen auftreten, den Kindern den Zugang zur klassischen Musik und letztlich zur Oper schaffen. ▪ Det Ruthmann

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