Kleine Könige bringen Segen

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Die Sternsinger waren am Freitag in Oberbrügge unterwegs. ▪

HALVER ▪ Die Füße tun schon weh, die Finger sind kalt und das Singen wird auch immer leiser. Doch sie geben nicht auf. Bereits seit Stunden ziehen die Kinder, verkleidet als die Heiligen Drei Könige, durch Oberbrügge. Klingeln an den Türen, bringen den Segen und Sammeln Geld. Die kleinen Sternsinger haben alle Hände voll zu tun, schließlich wollen sie auch keine Tür vergessen.

„So langsam ist es schon etwas anstrengend, aber es macht auch Spaß“, erklärt Carolin Schmidt. Die Schülerin weiß schließlich, dass all ihre Anstrengungen armen Kindern helfen. „Und wir machen den Leuten hier eine Freude“, ergänzt ein anderer kleiner König.

Es ist bereits die 54. Aktion. Beinahe überall in Deutschland heißt es nach den Weihnachtstagen „es ist Sternsingerzeit“. So auch in Oberbrügge. Mit ihrem aktuellen Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend – deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt umgesetzt und geachtet werden sollen.

Bevor die Könige auszogen, um den Segen zu verbreiten, lernten sie auch einiges über Nicaragua, dem Beispielland der Aktion. Mit dem gesammelten Geld unterstützen die Sternsinger in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich selbst für ihre Rechte einsetzen. Umso mehr freut es die „Könige“, dass ihre Spendendose kaum klappert. „Wir konnten viel Geld sammeln, in der Dose befinden sich fast ausschließlich Scheine“, freut sich Sabine Hesse-Schmidt, die die Kinder auf ihrer Tour durch Ehringhausen begleitete.

Von Lydia Machelett

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