Kleine Jecken machen in Oberbrügge fette Beute

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Dieser kleine Bär musste die Nähe der Indianerin nicht fürchten. Im Gegenteil: Zusammen gingen sie auf „Beutezug“.

OBERBRÜGGE - Strahlender Sonnenschein und Kamelle satt: Der traditionelle Fußmarsch der Oberbrügger Grundschule und des katholischen Kindergartens St. Georg war am „Veilchen-Dienstag“ einmal mehr ein schriller und farbenprächtiger Umzug der guten Laune.

Von Lars Schäfer

Marienkäfer, Indianer, Braunbären, Zauberer und Ritter machten bei ihrem närrischen Marsch durch die Oberbrügger Straßen zum Teil fette Beute und hatten schnell die unterschiedlichsten Techniken entwickelt, um die umherfliegenden Bonbons, Lutscher, Schokolade oder Popcorn-Tüten zu fangen. Die zuckersüßen Leckereien, die gegen Ende des Karnevalsumzugs nicht mehr in die prall gefüllten Hüte, Hosen- oder Tragetaschen passten, wurden zum Teil auf der Stelle verputzt. Die gefangenen Süßigkeiten dürften in dem ein oder anderen Kinderzimmer für gut und gern zwei Wochen reichen.

Doch nicht nur für die kleinen Oberbrügger Jecken war die Karawane, die sich pünktlich um 10.11 Uhr an der Grundschule in Bewegung setzte und von einigen Eltern, Großeltern, Lehrern und Erzieherinnen begleitet wurde, ein großer Spaß. Auch die Anwohner, teilweise ebenfalls kostümiert, hatten Freude an dem närrischen Treiben vor ihren Haustüren und schmissen aus Gärten, Hofeinfahrten oder Balkonen tüten- und körbeweise Kamelle. „Es ist einfach toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind und wie bunt und fantasievoll sie verkleidet sind. Das ist Freude pur“, sagte eine Anwohnerin, die ihre von den Prinzessinnen und Feen lautstark eingeforderte „Kamelle“ vor allem den ganz kleinen Jecken zusteckte. „Es sollen alle etwas bekommen. Karneval ist schließlich nur einmal im Jahr.“

Wie es sich für einen richtigen Karnevalsumzug gehört, fehlte es auch in Oberbrügge nicht an der passenden Musik, die aus einer lautstarken Anlage eines Begleitfahrzeugs ertönte.

Abgesichert wurde der stimmungsvolle Karnevalsumzug in Oberbrügge von mehreren „echten“ Polizisten, die von den Anwohnern auch das ein oder andere Bonbon zugesteckt bekamen und ebenfalls ihre Freude am Umzug hatten.

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