Sentiris in Oberbrügge will weiter wachsen

Kita Wunderland nicht gefährdet - Sentiris will als Träger wachsen

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Sorgen um Kita Wunderland unbegründet.

Halver/Oberbrügge - Durch das Thema Kinderbildungsgesetz (Kibiz) gab es Irritationen in Halver.

„Die Kita Wunderland ist weder durch das bestehende noch das geänderte Kinderbildungsgesetz gefährdet.“ Die Erwägungen zum novellierten Kibiz und die Auswirkungen der Finanzierungsregelungen hätten in Oberbrügge für Irritationen gesorgt, sagt Kristian Hamm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Sentiris GmbH als Träger der Einrichtung. 

Ein Anlass für derartige Sorgen bestehe in keiner Weise, sagt er im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Zum Hintergrund: In einem Arbeitsgespräch von Bürgermeister Michael Brosch und dem Landtagsabgeordneten Gordan Dudas vor zwei Wochen war es auch um die Kibiz-Novelle gegangen. Man hätte die Neuregelung nutzen sollen, um den Trägeranteil komplett abzuschaffen, so die Ideallösung aus Broschs Sicht. 

Sorgen sind unbegründet

Welche Perspektiven sich für eine kleine zweigruppige Einrichtung wie die Kita Wuderland ergäben, sei aus dem vorliegenden Referentenentwurf noch schwer abzusehen, stellt Hamm fest. Für die Sentiris gGmbH werde der Trägeranteil zumindest leicht abgesenkt von 9 auf künftig noch 7,8 Prozent der Betriebskosten. Diese Entlastung sei zu begrüßen, auch wenn Sentiris als sogenannter „Armer Träger“ noch immer erhebliche Mittel aus Spenden und Fördergeldern einbringen muss. 

Der Start der Einrichtung zum Beginn des laufenden Kita-Jahres beispielsweise wurde nur durch ein Darlehen möglich. „Die Situation für die Kitas ist schlecht. Jetzt wird es vielleicht etwas besser“, fasst er zusammen, denn auch die Kindpauschalen würden leicht angehoben. 

Abdeckung von Randzeiten

Positiver Aspekt der Kibiz-Novelle aber sei die bessere Abdeckung von Randzeiten morgens und abends, um die Vereinbarkeit von Familie und Job zu erleichtern. Für die Kindergärten werde das aber bedeuten, dass sie zusätzliches Personal benötigen. Für kleinere Kindergärten ohne starken Träger im Rücken bedeute aber die Sicherstellung der Finanzen eine ununterbrochene Gratwanderung. Bestreben der Sentiris gGmbH sei daher, zu wachsen. 

Bei Verwaltungskosten böten sich Synergieeffekte. Wie das für Sentiris konkret aussieht, konnte Hamm dagegen noch nicht sagen. Die gGmbH bewirbt sich voraussichtlich um die Übernahme der Trägerschaft der geplanten Großtagespflege in der Kindervilla. Perspektivisch interessiere man sich auch für eine oder mehrere Einrichtungen, die dann nicht zwangsweise in Halver liegen müssten.

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