Neue Awo-Kita

Diskussionen um Awo-Kita im Ausschuss

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Der Sportplatz der GTS würde Platz für eine Kita bieten.

Halver - Die neue Awo-Kita sorgte am Donnerstag für Diskussionen im Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales. 

Der neue Awo-Kindergarten würde eine Investition von voraussichtlich 3,5 Millionen Euro bedeuten einschließlich der zu errichtenden Außenanlagen und Stellplätze. Aus Zeitgründen soll er in modularer Bauweise, also komplett auf Fertigelementen, errichtet werden. Dies alles geschieht vorbehaltlich der politischen Zustimmung durch Fachausschüsse und Rat. 

Bauweise und Kosten sind einer ergänzenden Vorlage zu entnehmen, die als Tischvorlage am Donnerstag dem Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales unterbreitet wurde. Anders als in der Ursprungsvorlage geht es darin auch um die Festlegung des ungenutzten Sportplatzes an der Ganztagsschule als Standort.

Vorlage stößt auf Kritik

Auf Kritik in der Sitzung stieß diese Festlegung insbesondere bei der UWG. In der Fraktion habe es eine intensive Debatte und erhebliche Bedenken gegeben, machte Ratsherr Paul-Adolf Turck mit Nachdruck deutlich. 

Im Ergebnis wurde der Beschlussvorschlag redaktionell abgeändert, um nicht andere mögliche Standorte im Vorfeld bereits auszuschließen. Nach Beschlusslage (einstimmig, eine Enthaltung) soll zudem spätestens zur Ratssitzung am 30. September durch die Verwaltung dargelegt werden, welche Standorte für die Kita noch in Frage kämen beziehungsweise welche Ausschlusskriterien gelten würden. Eine der Kernfragen nach Einschätzung Turcks ist die Verkehrssituation, die sich mit einer Einrichtung von mehr als 100 Kindern ergeben würde. Das Bringen und Abholen der Kinder würde zwangsläufig mit dem ohnehin vorhandenen Schüler- und Lehrerverkehr am Anne-Frank-Gymnasium kollidieren. 

Blick auf künftigen Raumbedarf

Eine Ableitung des Aufkommens in Richtung Eichendorffstraße mit einer neuen Zuwegung würde die Belastung im dortigen Wohngebiet erhöhen. Bedenken hegt Turck zudem beim Blick auf den künftigen Raumbedarf der benachbarten Schulen für den Fall, dass die Schülerzahlen in den kommenden Jahren steigen könnten. 

Diese letzte Einschätzung teilt die Verwaltung nicht, machte Kai Hellmann, zuständig im Rathaus für den Schulbereich, deutlich. Und Bürgermeister Michael Brosch sieht für den Standort am Schulzentrum zurzeit keine Alternative. Eine Sanierung des Awo-Altbaus an der Weststraße sei „wirtschaftlich nicht vernünftig darstellbar“. Über geeignete Flächen verfüge die Stadt Halver an anderer Stelle zurzeit nicht. 

Ein Grunderwerb würde das Neubauprojekt deutlich verzögern, während für die Awo erkennbar Handlungsbedarf bestehe. Großer Vorteil des Sportplatzes am Schulzentrum sei, dass dort kein neues Planungsrecht geschaffen werden müsse. Die Fläche sei bereits als Gemeinfläche ausgewiesen, sodass keine Änderung des Flächennutzungs- beziehungsweise Bebauungsplanes erforderlich sei.

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