Corona in Halver

Kita: Sorge wächst durch Mutation

Die Kitas sind wieder voll. Das macht aber auch Sorgen.
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Die Kitas sind wieder voll. Das macht aber auch Sorgen.

Seit Montag sind wieder alle Kinder dazu eingeladen, in die Kita zu kommen. Das macht vielen Sorgen.

Halver – Es ist fast ein Montag wie vor der Corona-Pandemie. Die Kindertagesstätten sind voll. Circa zwei bis drei Kinder fehlen jeweils in den festen Settings der DRK-Kita Juno in Halver, wie Petra Gelhart am Montag sagt. „Es sind sehr viele Kinder da und die Gruppen sind ziemlich stark besetzt“, sagt die Leiterin. Fast ungewohnt. Vorher abgefragt, wie viele Kinder tatsächlich ab Montag wiederkommen, hat man bei der DRK-Kita nicht. Man habe das erwartet und es hat sich bewahrheitet.

Einige Familien jedoch äußerten Bedenken. „Zum Wochenende hin hat sich das noch einmal zugespitzt“, sagt Petra Gelhart. Die Nachricht, dass die Corona-Mutation nun auch offiziell in Halver angekommen ist und gleich mit 16 Fällen in der Firma Escha nachgewiesen wurde, macht unruhig. Sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Familien macht sich Angst breit. „Man macht sich einfach Sorgen“, sagt Gelhart. „Immerhin liegt der Märkische Kreis an dritter Stelle in NRW der höchsten Inzidenzen und über dem Landesdurchschnitt.“

An den vielen Kindern, die am Montag wieder in die Einrichtung gekommen sind, sehe man aber auch die Drucksituation der Eltern. Wenn Familienminister Joachim Stamp alle Kinder wieder in die Kita einlädt, können Eltern ihren Arbeitgebern auch nicht mehr sagen, dass sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, sagt Gelhart. Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite sind viele Eltern froh, dass ihnen familiärer Druck, der sich wochenlang angestaut hat, genommen wird. Aber die Betreuung, die um zehn Stunden reduziert bleibt (eingeschränkter Regelbetrieb) bringe wiederum nicht allen viel. „Jetzt hoffen wir alle, dass nichts schief geht“, sagt Leiterin Petra Gelhart.

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