Kirmes-Vorbereitungen auf Hochtouren

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Platzmeister Lutz Eicker (links) und Sabine Wunsch vergaben am Dienstag die Standplätze. ▪

HALVER ▪ Die 368. Halveraner Kirmes nimmt Tempo auf – drei Tage bevor die Karussells zur rasanten Fahrt in der Innenstadt einladen. „Es sind schon fast alle da“, sagte am Dienstag Platzmeister Lutz Eicker, der den Schaustellern und Budenbesitzern gemeinsam mit seinem Kollegen Johann Klaßmann ihre Plätze zuweist.

Dass es bei der Einweisung nicht immer reibungslos zugeht, versteht sich bei der Vielzahl an Standbetreibern fast von selbst. Und so war auch am Dienstag ein Schausteller mehr als erbost, als er aufgrund einer zu engen Durchfahrt nicht zu seinem Stellplatz kam, der dann auch noch zu klein geraten sei. „Ich bin schon wieder auf 120! Da kann ich ja gleich wieder fahren!“, schnaubte der Unternehmer – um sich nach einem klärenden Gespräch mit Johann Klaßmann dann aber doch zu beruhigen.

Gewöhnliche Geschichten auf einer Kirmes mit mehr als 130 Standbetreibern, die den Halveranern von von Freitag, 18 Uhr, bis Montagabend ein tolles Fest bieten und selbst ein möglichst gutes Geschäft machen wollen. Dafür spielt der Standort des eigenen Fahrgeschäfts oder Imbisses eben eine entscheidende Rolle. Was den Platzmeister vor Herausforderungen stellt. „Am liebsten würden alle zehnstöckig in der Mitte stehen“, sagt Lutz Eicker mit einem Augenzwinkern. In dem Wissen, es letztlich nicht jedem recht machen zu können, setzt er jedoch auf Gespräche und Kompromisse. So sind am Ende alle – mehr oder weniger – zufrieden. In Halver vielleicht mehr als in manch anderem Ort der näheren Umgebung.

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Kirmes in Halver: Der Aufbau hat begonnen

Matthias Mölter zum Beispiel ist erstmals mit gleich zwei Fahrgeschäften in der Stadt im Grünen präsent. Mit einem „Scheibenwischer“ bei Rechermann und einem Freifall-Turm am Kulturbahnhof will er die Kirmesbesucher anlocken. Da er zeitgleich weitere Geschäfte in Mettmann aufgebaut hat, kam dem Oberfranken das Angebot, auch in Halver zu stehen, gerade recht. „Und bislang hat man in Schaustellerkreisen auch nichts Schlechtes von hier gehört. So etwas spricht sich nämlich in der Branche schnell rum“, sagt Mölter, der in jüngster Zeit von anderen Jahrmärkten in der Region allerdings durchweg enttäuscht wurde, wie er sagt. In Halver kann’s für ihn nur besser werden – wenn, ja, wenn das Wetter denn mitspielt. ▪ Frank Zacharias

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