Ein Kirmes-Ausklang wie aus dem Bilderbuch

Die Kirmes von oben: Das Riesenrad bot ungewöhnliche Ausblicke über das bunte Treiben. ▪ K. Zacharias

HALVER ▪ „Die Leute hier sind ja verrückt“ – dieses Zitat eines Schaustellers gab Kirmes-Organisator Lutz Eicker am Montag gerne weiter. Denn, kein Zweifel: Wenn es um „ihre“ Kirmes geht, sind die Halveraner durchaus verrückt – und zwar im positiven Sinn. „Obwohl es in den ersten Tagen geregnet hat, waren die Straßen nicht leer“, blickt Eicker auf den eher grauen Kirmes-Auftakt zurück. Doch: Ein wenig Regen hält keinen Halveraner vom Besuch des Jahreshöhepunkts ab.

Und so war es kein Wunder, dass die ohnehin gut besuchte Kirmes ab Sonntagnachmittag einen noch stärkeren Besucherstrom erlebte. Der Himmel klarte auf, der Sommer kehrte ein – und mit Temperaturen um die 30 Grad war der Veranstaltung am Montag ein Ausklang wie aus dem Bilderbuch beschieden. Dazu trug natürlich erneut das bunte Feuerwerk bei, das sich kein Kirmesgänger entgehen lassen wollte. Den Abschluss des Jahrmarkts bildete die Feuerschau aber nicht wirklich – die äußeren Bedingungen waren viel zu gut, als dass die Besucher nach dem Abschlussknall prompt den Heimweg antreten wollten. Und so wurde erneut lange gefeiert – in den Kneipen teils bis in den Morgen. Denn die Bierbuden mussten, wie immer, um 3 Uhr den Zapfhahn abstellen. „Das klappte gut“, freut sich Lutz Eicker, dessen Kirmes-Fazit insgesamt positiv ausfällt: „Wir hatten wieder um die 120 Geschäfte und keine einzige Lücke zwischen den Ständen. Das macht einen schon stolz.“

Viele Standbetreiber hätten sich bereits positiv geäußert – so habe das Riesenrad ein derart gutes Geschäft gemacht, dass ein erneutes Gastspiel in Halver geplant sei. Ob es indes auch weiterhin hinter dem Bierstand von Reiner Gretsch ein Fahrgeschäft geben wird – in diesem Jahr stand dort eine Wasserrutsche – ist unklar. „Der Platz ist schwierig, viele Besucher gehen dort nicht mehr hin“, so Eicker. Das gelte auch für den Bereich vor der Parfümerie Rechermann: Der Betreiber des dortigen „Heart-Breaker“ könne mit der Auslastung nicht zufrieden sein. „Da müssen wir noch mal ran“, weiß Lutz Eicker, dass es auch bei einer noch so erfolgreichen Kirmes bei der Planung immer etwas zu tun gibt. Auch im Bereich der Sicherheit: Die Vorfälle am Freitagabend, die die Polizei auf den Plan riefen (wir berichteten), sollen sich nicht wiederholen.

„Es handelt sich dabei um Personen, die bereits ihre alkoholischen Getränke mitbringen und sich dermaßen abfüllen, dass sie fast umkippen.“ Besonders der Bereich hinter dem „Breakdancer“ auf dem Jugendheimplatz sei immer wieder Schauplatz teils heftiger Auseinandersetzungen, die für einige der Beteiligten auch schon mal im Streifenwagen enden. „Hier wollen wir uns mit der Polizei zusammensetzen und besprechen, wie man so etwas verhindern kann.“ ▪ Frank Zacharias

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