Kinderwünsche werden schon vor dem Fest wahr

Matthias Clever (links) und Lisa-Marie Weber (Mitte) hatten reichlich Geschenke für die Kinder im Gepäck. ▪ Fraune

HALVER ▪ In der Ausgabestelle der Schalksmühler Tafel ist gestern ein großer Gabentisch aufgebaut worden. Insgesamt 53 Mädchen und Jungen hatten ihren Wunschzettel ausgefüllt und warteten ganz gespannt darauf, ihr Päckchen oder Paket in der Hand halten zu dürfen.

Auch wenn wegen der glatten Straßen nicht alle jungen Besucher der Tafel kommen konnten, so war die Freude über die Aktion vom Verein Kunst- und Literaturtreff und dem Allgemeinen Anzeiger groß.

Die beiden Kult-Vorsitzenden hatten schwer zu schleppen: Immerhin galt es für Matthias Clever und Lisa-Marie Weber, reichlich Geschenke an die Kleinen zu verteilen. Erst einmal aufgetürmt auf einem Tisch, wurden die Augen der Jungen und Mädchen immer größer. Und als dann der eigene Name aufgerufen wurde, wollten sie das bis heute noch eingepackte Geschenk nicht mehr loslassen.

Was darin war, konnten sie aber schon erahnen, schließlich hatten die etwas größeren Kinder ihren Wunsch selbst aufgeschrieben. Wie klein die Wünsche bei großer finanzieller Not im Elternhaus sind, zeigte sich beim Blick auf die Wunschzettel. Kleidung, Duplosteine, eine Puppe oder Käsechips und Süßigkeiten war dort zu lesen. „Da sieht man, wie bescheiden die Wünsche sind“, war auch der Kult-Vorsitzende Matthias Clever überrascht. „Das finde ich schon schockierend, dass es an so essenziellen Dingen hapert“, blickt er auf den Zettel, auf dem sich ein Kind Schuhe wünscht. Da auch mit Unterstützung von Bürgern, die sich nach der Berichterstattung über die Aktion gemeldet hatten, alle Wünsche erfüllt werden konnten, sei er sehr zufrieden. „Die Privatleute wollten mithelfen, die Not zu lindern. Solch eine Aktion schreit also nach einer Neuauflage.“

Einfach nur beeindruckt von der Resonanz war auch die Vorsitzende der Schalksmühler Tafel, Erika Ostmeyer. „Das hat man nicht alle Tage, so etwas mitzuerleben.“

Übrigens: Die Kinder, die nicht ihr Geschenk abholen konnten, erhalten dies natürlich noch. ▪ Marco Fraune

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