Kindergartenkinder sind „ganz Ohr“

Nach dem Bau eines „Kurvenlauschers“ mit Gabriele Borlinghaus (kleines Bild) konnten die Fünfjährigen im St. Nikolaus-Kindergarten feststellen, dass tatsächlich um die Ecke gelauscht werden kann. ▪ Pfannschmidt

OBERBRÜGGE ▪ Für Gabriele Borlinghaus ist es die Prüfungsarbeit, für einige „Mäuse“ und „Elefanten“ des Kindergartens St. Georg in Oberbrügge ein tolles Projekt, bei dem sie vieles verstehen lernen.

Seit zehn Jahren arbeitet die heute 48-jährige Halveranerin in der katholischen Einrichtung am Burgweg und gehört zu jenen, die das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) eine „ungelernte Ergänzungskraft“ nennt und von denen es eine Nachqualifizierung zur Erzieherin verlangt. Gabriele Borlinghaus hat vor zweieinhalb Jahren damit begonnen und jeweils abends und samstags die Schulbank am Gertrud-Bäumer-Kolleg in Lüdenscheid gedrückt. Anfang Januar hat sie mit ihrer praktischen Abschlussarbeit, dem Projekt „Ganz Ohr“, begonnen. Von Kindergartenleiterin Marianne Lüpke dabei gerne unterstützt.

Nach ihrem erarbeiteten Konzept lernen die Fünfjährigen die Innenbereiche des Sinnesorganes kennen, wissen schon, was Schnecke, Amboss oder Hammer sind. Zu den spielerischen Übungen gehören das Orten von Tönen nach dem Verstecken eines Weckers, mit Papier Bewegung in Töne wandeln oder hören, welches Material wie klingt. Genaues Zuhören war auch gefragt. Beim Erzählen einer Geschichte musste alles Verkehrte mit Klangstäben lautstark kenntlich gemacht werden. Die Sinne schärfen und die sprachliche Entwicklung fördern sollen jetzt noch diverse Experimente und die Bildung eines Orchesters. Der Besuch eines Hör-Therapiezentrums ist ebenfalls geplant.

Ihr Projekt muss Gabriele Borlinghaus am 10. März am Kolleg vorstellen. ▪ Yvonne Pfannschmidt

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