Fröhliches Fest am Bächterhof

+
Viel Spaß hatten die Kinder beim wichtigsten Programmpunkt des Kindergarten-Festes, dem Puppentheater. In „Alles wieder gut“ überwand ein kleiner Rabe die tiefe Krise, in die ihn das Fehlen seines Namens gestürzt hatte. Einige Kinder wussten ihn: „Socke!“

Mit einem fröhlichen Fest beging der evangelische Kindergarten „Pusteblume“ gestern sein 40-jähriges Bestehen. Eröffnet wurde er am 12. Mai 1973. Heute besuchen 65 Kinder die Einrichtung, doch gestern tummelten sich weit mehr Menschen im Kindergarten und auf dessen Außengelände.

Tief geknickt ist der kleine Rabe, weil ihm etwas ganz Wichtiges abhanden gekommen ist: Er weiß nicht, wie er heißt. „Nachdenkkrank“ ist der Rabe darüber geworden. Helfen soll ihm Dr. Strauch: „Verschreiben Sie mir Namenfindungstabletten. Aber ganz so schwierig war die Angelegenheit gar nicht zu lösen: Denn viele Kinder, die Rudi Strauchs Puppentheater besuchten, wussten, dass der kleine Rabe aus den Kinderbüchern von Nele Moost und Annet Rudolph „Socke“ heißt - so wie die eine Socke an seinem linken Fuß. Ob Rabe oder dachs, Eule oder Bär - Rudi Strauch hatte viele lustige Tiere mitgebracht und war damit der zentrale Programmpunkt eines Festes, das ansonsten auf gute Klassiker setzte: Sehr beliebt waren auch das Dosenwerfen und die Seifenblasen-Produktion, und auch die Preise beim Glücksrad lockten zur Investition von Wertmarken. Die waren die Währung auch für Kaffee, Kuchen und Torte, Pizza, Würstchen und Steaks, und natürlich wäre auch bei diesem Fest ohne die tätige Mitwirkung der Eltern viel weniger möglich gewesen. Doch schon bei der Planung hatte der Elternbeirat - zur Freude des Erzieherinnen-Teams - tatkräftig mitgewirkt. Das Ergebnis war bei der Betreuung der Spielstationen zu erleben und im Café zu schmecken: Zahlreiche Kuchen und Torten füllten das Büffet. Dass in der „Pusteblume“ das Kochen hochgehalten wird, beweist das jüngst erschienene hauseigene Kochbuch, das sehr gefragt war.

40 Jahre Kindergarten "Pusteblume"

Wer sich die Zeit dafür nehmen mochte, konnte in der Chronik der ersten Jahre des Kindergartens lesen. Später schlief diese Dokumentation ein. Für so etwas hätten Erzieherinnen heute kaum noch Zeit, erklärte Petra Schulz, stellvertretende Leiterin des Kindergartens. Heutzutage wird anderes festgehalten: „Jetzt dokumentieren wir kontinuierlich die Entwicklung der Kinder.“ Geändert hat sich noch etwas: „Damals kamen Kinder ab fünf, frühestens ab vier Jahren.“ Heute gibt es eine U3-Betreuung. - Thomas Krumm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare