Kindergarten-Neubau Am Hügel

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Halver - Der Neubau der Awo-Kindertagesstätte Wundertüte soll am Ende der kleinen Wohnstraße Am Hügel erfolgen. Die nötigen Flächen dort bieten unter anderem der jetzige große Spielplatz und der Platz, auf dem zurzeit noch sieben Garagen der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) stehen.

Bauherr wird die WHS, die Arbeiterwohlfahrt würde den Neubau für Kindergarten und Familienzentrum anmieten. 

Die Kita würde von vier auf sechs Gruppen wachsen, um unter anderem den Betreuungsbedarf im Stadtteil für Kinder unter drei Jahren sicherstellen zu können. 

Im Gespräch war die Notwendigkeit eines Neubaus bereits länger. Konkret wird das Vorhaben erstmals im Ausschuss für Planung und Umwelt, der am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, stattfindet. Sitzungsbeginn ist um 17 Uhr zunächst mit einer Ortsbesichtigung. 

Abriss des Altbaus an der Weststraße 

Der neue Standort der Einrichtung liegt etwa 200 Meter entfernt von der bisherigen Kita. Deren Gebäude aus dem Baujahr 1978 sei stark sanierungsbedürftig. Ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle sei aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen nicht machbar, so die Vorlage für den Ausschuss zur Änderung des bestehenden Bebauungsplanes „Bolsenbach“. 

Das jetzige Kita-Gebäude hatte die Awo von der Stadt per Erbpacht übernommen. Werde es freigezogen, eigne sich die Fläche für Wohnbebauung. Der dahinter befindliche Spielplatz soll erhalten bleiben und könnte um Spielgeräte der vorhandenen Anlage Am Hügel ergänzt werden. 

Ein Neubau, der über die vorhandene Stichstraße von der Weststraße aus erschlossen werden soll, hätte verschiedene weitere Auswirkungen. Neben dem Spielplatz würden auch die sieben Garagen am Wendehammer der jetzigen Stichstraße verschwinden. Ersatz könnte die WHS als Eigentümer durch eine Verlagerung in den südlichen Bereich des Plangebietes in Richtung der Häuser 17/19, 25/27, 29/31 und der Trafostation Weststraße schaffen. 

Diese Flächen werden bei der Änderung des Planes mit einbezogen, der sich damit auf eine Größenordnung von 10 600 Quadratmeter erstreckt. 

Bürgerbeteiligung vorgesehen 

Baurechtlich sieht die Verwaltung das Vorhaben als unproblematisch an. Die Wiedernutzbarmachung von Flächen und die Nachverdichtung könne nach Baugesetzbuch ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. 

Auch auf eine frühzeitige Bürgerbeteiligung könne zwar verzichtet werden, vorgesehen sei sie trotzdem, schreibt Stadtplaner Peter Kaczor in der Vorlage, die neben dem Planungsausschuss auch den Rat der Stadt passieren muss.

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