Besondere Spielkameraden

HALVER - Auf ganz besondere Spielkameraden warteten am Donnerstag die Jungen und Mädchen der katholischen Kindertagesstätten St. Nikolaus und St. Georg. Zum Weltkindertag hatte sich unter anderem Bürgermeister Dr. Bernd Eicker angekündigt.

Kaum war das Stadtoberhaupt durch die Tür getreten, wurde er auch schon stürmisch begrüßt: „Wir wollen einen Turm mit dir bauen. Der soll bis an die Decke gehen", riefen die Kinder aufgeregt durcheinander. Das ließ sich Eicker nicht zweimal sagen. Schnell war das Jacket abgelegt, und der Bürgermeister machte es sich zwischen den Kindern und den Bauklötzen gemütlich. Während der Turm immer größer wurde, erfuhr er von den Mädchen und Jungen, wer von ihnen keinen Apfelsaft mag und wessen Papa ein iPad zuhause hat. Nebenan sah sich Pfarrer Claus Optenhöfel mit einer kleinen Gruppe ein Bilderbuch an. „Der Bagger ist mein Lieblingsauto", erklärte ein Junge, der ganz dicht neben Optenhöfel Platz genommen hatte. Zuvor war Optenhöfel in der Puppenecke empfangen worden. Dort trank er „Kaffee" und „Tee" und aß „Fisch" mit den Kindern.

Kita-Leiterin Petra Dörenbach freute sich sehr über den Besuch: „In diesem Jahr lautet das Motto des Kindertages ,Zeit haben für Kinder'. Die Gäste sollen sich einfach mal die Zeit nehmen, mit den Kindern zu spielen. Dabei sollen die Kinder bestimmen, worauf sie Lust haben." Gerade in der heutigen Zeit würden Kinder oft verplant und könnten immer seltener entscheiden, was sie gerne tun wollen, so Dörenbach.

Auch im Kindergarten St. Georg in Oberbrügge herrschte gestern große Aufregung, denn die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Reininghaus und die ehemalige Leiterin der Grundschule „Auf dem Dorfe" Barbara Dorn-Erdogdu waren zu Gast. So las Regina Reininghaus den Kindern die Geschichte von einem Mädchen, das nicht in den Kindergarten wollte, vor. Anschließend hörte sie sich die Erzählungen der Mädchen und Jungen an, die berichteten, ob sie gerne in den Kindergarten gehen, und dass sie auch manchmal morgens keine Lust hätten, aufzustehen.

Bei Barbara Dorn-Erdogdu drehte sich indes alles um die Raupe Nimmersatt. Mit jeweils vier Kindern spielte die ehemalige Schulleiterin das Spiel „Kunterbuntes Früchtesammeln". Zeitgleich malten die anderen Kinder von der Besucherin mitgebrachte Bilder von Raupen und Schmetterlingen aus.

Mit der Aktion wollte der KiTa Zweckverband daran erinnern, wie wichtig es ist, dem Nachwuchs Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. „Zeit ist in unserer Gesellschaft leider zu einem knappen Gut geworden, gerade, wenn es um Kinder geht. Für die Entwicklung eines Kindes ist es allerdings von höchster Bedeutung, Zeit zur Verfügung zu stellen.", so Peter Wenzel, Geschäftsführer des Zweckverbands. - Jana Peuckert

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