Kin-Ball: Neue Trendsportart beim Ski-Club

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Kin-Ball ist die neue Trendsportart beim Ski-Club Halver. ▪

HALVER ▪ Die Halveraner Sportwelt ist seit Montagabend um eine neue Trendsportart reicher. Nach dem mittlerweile sehr erfolgreichen Projekt um Tchoukball hat der Ski-Club Halver mit Kin-Ball die nächste ungewöhnliche Sportart in der Sporthalle der Lindenhofschule präsentiert. Beim ersten Schnuppertraining fanden sich gleich 15 Interessierte ein, um das neue Spiel einmal auszuprobieren.

Und anscheinend hatte die Mannschaftssportart sofort neue Fans gewonnen. Nach einer kurzen Regelkunde gingen die vorrangig jüngeren Sportler mit vollem Einsatz in die Partie. Dass Kin-Ball nicht wie jedes andere Spiel ist, wurde dabei aber schnell deutlich. So treten statt zwei gleich drei Mannschaften während einer Partie gegeneinander an. Jedes Team besteht dabei aus vier Spielern, die nach Zuruf des Gegners den überdimensionalen Ball fangen müssen, bevor dieser nach dem Abschlag den Boden berührt. Wie die Spieler den Ball dabei fangen, ob mit Armen, Beinen, Füßen oder sonstigen Körperteilen ist egal. Ein Spiel geht über dreimal 15 Minuten, gewonnen hat am Ende die Mannschaft, die von ihren Anfangspunkten nach den Abzügen noch die meisten Zähler übrig hat.

Erstmals wurde Kin-Ball 1986 im französisch-sprachigen Teil von Kanada gespielt, bevor es zur Jahrtausendwende den Weg nach Europa fand, wo es vor allem in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien gespielt wird. Zudem finden in regelmäßigen Abständen auch Weltmeisterschaften im Kin-Ball statt. In Deutschland ist die Sportart noch größtenteils unbekannt – auch aufgrund der hohen Anschaffungskosten für den Ball, der einen Durchmesser von 122 Zentimentern hat und mehr als 190 Euro kostet. Einzig im Saarland bieten einzelne Vereine das Spiel regelmäßig an.

Den Weg nach Halver hat Kin-Ball nun durch Roger Gillmann gefunden. „Ich habe das Spiel auf einer Klassenfahrt in Belgien das erste Mal gespielt und war sofort begeistert. Es ist eine schnelle und athletische Sportart, bei der eigentlich jeder mitmachen kann“, erklärt der Lehrer seine Begeisterung für das Spiel, die auch schnell auf die anderen Besucher des Schnuppertrainings übersprang. Ganz neu ist Kin-Ball übrigens in den heimischen Regionen doch nicht. Bereits vor mehreren Jahren hatte der TuS Oberbrügge die Sportart kurzzeitig angeboten.

Wer sich selbst einmal einen Eindruck von Kin-Ball machen will, der hat jeden Montag (ab dem 27. Februar) zwischen 18 und 19.30 Uhr in der Sporthalle Lindenhofschule unverbindlich die Möglichkeit, am Training teilzunehmen. ▪ Wesley Baankreis

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