Im Kettenflieger 60 Meter über dem Jugendheimplatz

Ein Kettenflieger wie dieser soll die Kirmesbesucher 60 Meter über dem Jugendheimplatz schweben lassen. ▪ Foto: Ulrich E. K. Schmidt / pixelio.de

HALVER ▪ Wenn die Kirmes ruft, kümmert’s den Halveraner nicht, was hinter seinen Stadtgrenzen geschieht. Und so verursacht der Gevelsberger Rummel, der Ende Juni zeitgleich stattfindet, bei den einheimischen Kirmesbesuchern eher ein Schulterzucken. Lutz Eicker ist da allerdings nicht so entspannt.

„Alle zehn bis zwölf Jahre kommt es zu dieser Kollision“, weiß der Halveraner Kirmes-Chef um die Schwierigkeit, in diesen Jahren auf einige Schausteller verzichten zu müssen. Doch aus der Not soll vom 24. bis 27. Juni eine Tugend gemacht werden. So wurde für das Kettenkarussell am Kulturbahnhof ein mehr als würdiger Ersatz gefunden: Nach derzeitigen Planungen wird dort ein 38 Meter hohes Riesenrad aufgebaut. „Das wird sicher ein schönes Bild abgeben“, so Lutz Eicker, der außerdem noch einen weiteren markanten Schausteller-Betrieb für die Kirmes-Skyline in petto hat. So ganz müssen die Halveraner auf ihr Kettenkarussell nämlich nicht verzichten: Auf dem Jugendheimplatz wird der Kettenflieger „Around The World“ aufgebaut. Ein Gefährt, das nichts für Menschen mit Höhenangst ist. Denn die Mitfahrer dieses Kettenkarussells schweben 60 Meter über dem Boden. „Wir hören immer wieder, dass Ortsfremde gar nicht zum Jugendheimplatz gehen, weil sie denken, dass dort nichts mehr ist. Aber dieses Fahrgeschäft kann keiner übersehen“, ist Jahrmarkt-Leiter Lutz Eicker sicher. Neben den bekannten Fahrgeschäften wie Schlager-Express, Autoscooter und Breakdance wird auch das „Eclipse“ am Sparkassen-Vorplatz für Nervenkitzel sorgen.

Und so soll auch die 367. Auflage der Halveraner Kirmes ein Erlebnis für Jung und Alt werden. Eines, das sich selbst vor Jahrmärkten in Oberhausen oder Sterkrade nicht zu verstecken braucht. „Mit denen werden wir immer in einem Atemzug genannt. Das macht uns natürlich schon ein bisschen stolz“, so Eicker, der – trotz aller Konkurrenz – aus rund 300 Bewerbern 120 Betriebe auswählen konnte, die letztlich auf der Frankfurter- und Bahnhofstraße sowie am Jugendheimplatz ihre Geschäfte aufbauen. ▪ Frank Zacharias

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