Sorge der Bürger vom Tisch - Kein Schwerverkehr durch Halverscheid

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Dort sollten sie hin, die Windräder von EnBW. Doch zumindest übe r Halveraner Gebiet dürfen die Lastwagen für die Errichtung der Anlagen nicht rollen.

Halver/Schalksmühle - Wenn Energie Baden-Württemberg (EnBW) bis zu drei Windräder auf den Worthberg an der Gemeindegrenze zwischen Halver und Schalksmühle errichten will, wird es dafür keinen Rückenwind aus Halver geben.

Die Frage nach möglichen Transporten war kürzlich im Zusammenhang mit einer Bürgerversammlung in Halverscheid zu einem möglichen Dorfflurbereinigungsverfahren aufgetaucht. Damals äußerten als Anwohner der Ortschaft die Befürchtung, beim Neubau der Anlagen mit Schwerverkehr behelligt zu werden. Diese Sorge ist nun endgültig vom Tisch. Die Stadt Halver habe EnBW gegenüber deutlich gemacht, dass Halver die Betontransporte durch das Dorf nicht zulassen werde, bestätigte Kämmerer Markus Tempelmann auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Auch die politische Beschlusslage sei in dieser Hinsicht eindeutig. 

Der von EnBW eigentlich erhoffte Weg über Halverscheid ist nicht öffentlich gewidmet. Wäre dies der Fall, hätte EnBW möglicherweise einen entsprechenden Anspruch durchsetzen können. Ohne das Einvernehmen der Stadt aber funktioniert das nicht. Für den Energieversorger, der in rund 500 Meter Entfernung von Halverscheid auf dem Worthberg die Anlage plant, könnte die Logistik damit schwierig werden. Der alternative Weg zum Worthberg führt nur steil bergauf vom schmalen Hälvertal. Ausgangspunks für die Fahrzeuge soll dann der Waldweg ab dem Wanderparkplatz in Höhe des Betriebes Fass-Deko sein. Und abgesehen von der steilen Hanglage ist der Weg auch verwinkelt. 

Bei einem Rotordurchmesser der geplanten Anlagen Vestas V150 von 150 Metern würde es um rund 75 Meter lange Blätter plus Zugmaschine gehen, die über diese Trasse auf den Berg bewegt werden. Die andere Belastung bleibt den Halverscheidern mit der Absage der Stadt gegenüber EnBW erspart: Zu transportieren sind etwa 200 Lkw-Ladungen mit Beton, der für die Fundamente der Anlagen nötig ist.

Die Route für die Betonmischer sollte durch die Ortschaft und danach nördlich bogenförmig über die Waldwege zum Wortberg (zwei Anlagen) und den Nordhauser Hellen (eine Anlage) führen. Wann und ob es zur Errichtung der Räder kommt, ist offen. Einen Teil der Antragsunterlagen hat EnBW beim Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde eingereicht. Ein Gutachten zur Umweltverträglichkeit will der Energieversorger nachreichen.

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