Mangel an personellen Kapazitäten

Brücken bleiben unangetastet - keine Instandsetzung

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Die Gemeindestraße über die Schlemme, die einzige Erschließung für die Ortslage Dahlhausen bei Oberbrügge, ist sanierungsbedürftig.

Halver - Auch im kommenden Jahr werden in Halver keine Brückenbauwerke instandgesetzt. Für die Maßnahmen fehlen unverändert die personellen Kapazitäten. Was bedeutet das?

Handlungsbedarf besteht trotzdem. Auf der Prioritätenliste der Stadt stehen zwei Brücken ganz oben: die Gemeindestraße über die Schlemme, die die einzige Erschließung für die Ortslage Dahlhausen bei Oberbrügge darstellt, und die frühere Eisenbahnbrücke Ehberg für den Fuß- und Radweg zwischen Halver und Anschlag auf dem früheren Bahndamm. Das aufwendigere Projekt stellt das Bauwerk dar, das über den Bachlauf der Schlemme führt. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von 233 000 Euro. 

Aufgrund der Erschließungssituation sei zur Umsetzung des Projektes der Bau einer Behelfsbrücke mit entsprechenden zeitlichen und kostenmäßigen Auswirkungen erforderlich, schreibt die Bauverwaltung in ihrer Vorlage für den Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. Zudem bestehe ein hoher Abstimmungsbedarf mit übergeordneten Behörden. 

Zeitnaher Handlungsbedarf

Aus der Einstufung mit der Prüfnote 3.3 ergebe sich zeitnah Handlungsbedarf. Ab Schadensklasse 4 gilt die Standsicherheit als nicht mehr gegeben. Beim zweiten Sanierungsvorhaben für die alte Bahnbrücke nach Anschlag werden die Kosten auf 106 000 Euro geschätzt. 

Die Sanierung der Brücke Ehberg mit der Prüfnote 3.0 ist seit Längerem im Gespräch. Der Durchgang unterhalb der Brücke sei aktuell wegen unterseitigen Schäden an der Brückenplatte und den Widerlagern gesperrt. 

Auch die frühere Eisenbahnbrücke Ehberg wird im kommenden Jahr nicht angegangen.

Anstelle eines Ersatzbauwerkes sei auch über die Entfernung der Brücke und eine Abtragen des Bahndamms nachgedacht worden. Da sich nach Schätzung der Verwaltung beide Maßnahmen kostenmäßig die Waage halten würden, spreche insbesondere die Bedeutung der Brücke für den Radverkehr für die Errichtung eines Ersatzbauwerkes. Doch daraus wird im kommenden Jahr nichts mehr. 

Aufgrund der für 2020 erwarteten hohen Arbeitsauslastung des Fachbereichs Bauen und Wohnen im Bereich des Straßenbaus und der ohnehin recht angespannten Haushaltslage im konsumtiven Bereich werde aktuell für 2020 keine konsumtive Brückensanierung vorgeschlagen.

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