Keine italienische Nacht im Waldfreibad Herpine

Trotz der Absage der italienischen Nacht in der Herpine bleiben Salvatore Bucco und seine Band für die städtische Kulturbeauftragte Ingeborg Zensen ein Thema.

HALVER ▪ Es sollte ein italienisches Fest in ungewöhnlicher Atmosphäre werden – doch aus der italienischen Nacht im Waldfreibad Herpine wird nichts: Die städtische Kulturbeauftragte Ingeborg Zensen musste die Veranstaltung, die ursprünglich am kommenden Freitag stattfinden sollte, absagen.

„Das Wetter ist einfach zu unstet“, sagte Zensen im Gespräch mit dem AA. „Selbst wenn es nicht regnet, dafür aber zu kühl ist, würden viel zu wenige Leute kommen.“ Dabei habe bei den Halveranern durchaus Interesse an der Veranstaltung bestanden, betont die Kulturbeauftragte. „Ich hatte etliche Voranmeldungen per Mail.“ Aufgrund der ungewissen Witterung habe man aber erst gar nicht damit begonnen, Karten zu verkaufen – was sich nun als richtige Entscheidung herausstellte.

Eigentlich hatten die Veranstalter – Stadt und Herpine GmbH – bereits bis vergangenen Freitag entscheiden wollen, ob das mediterrane Fest in der Herpine stattfinden kann. Um die Wetterprognosen für den 9. September besser einschätzen zu können, hatte man die Entscheidung – in Absprache mit der Band – auf gestern hinausgezögert. Der nun negative Entschluss wirkt sich immerhin nicht finanziell allzu negativ aus: Wie Ingeborg Zensen betont, habe die gebuchte Formation „Salva & La Nueva Generazione“ vertraglich keine Ausfallgage vereinbart – während andere Künstler für solche Fälle bis zu 80 Prozent ihrer ursprünglich vereinbarten Gage einfordern. „Das verdient großen Dank“, so Zensen, für die die Einbindung der Herpine in das städtische Kulturprogramm ohnehin nicht vom Tisch ist. „Wir hatten uns ja ursprünglich zusammen gesetzt, um Pläne für das kommende Jahr zu schmieden“, erinnerte sie sich an Gespräche mit dem Herpine-GmbH-Vorsitzenden Dietrich Turck. „Die Idee zur italienischen Nacht war dann eher spontan.“

Schließlich erhoffe man sich von der Herpine als weiterem Veranstaltungsort auch, neue Zielgruppen anzusprechen. Und um diese zu erreichen, schließt Ingeborg Zensen auch einen neuen Anlauf zur italienischen Nacht nicht aus. Freilich in der Hoffnung, dass das Wetter den Organisatoren dann nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht. ▪ Frank Zacharias

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