Keine Feuerwehreinsätze, aber viel Arbeit nach Sturm

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Der erste Herbststurm verursachte in Halver keine größeren Schäden, so blieb es auch für die Feuerwehr ruhig. Die Mitarbeiter des Bauhofes werden aber bis zu einer Woche mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein.

Halver - Heftige Sturmböen zogen am vergangenen Wochenende und am Montag über Deutschland hinweg. Während in vielen Orten die Feuerwehr immer wieder ausrücken musste, um sich um Sturmschäden zu kümmern, blieb es in der „Stadt im Grünen“ ruhig.

Es gab keine Einsätze der Blauröcke, wie Michael Keil, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Halver, bestätigte. „An Halver ist es spurlos vorübergegangen“, erklärte Keil.

Auch wenn es keine Einsätze für die Feuerwehr gab, bedeutet der Sturm jede Menge Arbeit für die Mitarbeiter des Baubetriebshofes. Raimund Baytz, Leiter des Hofs, und seine Kollegen sind derzeit laufend unterwegs, um die Folgen des stürmischen Herbstwetters zu beseitigen. So seien einige Mitarbeiter dafür zuständig, herabgefallene Äste wegzuräumen.

Die Gefahr, durch herabfallende Äste getroffen zu werden, sei in den vergangenen zehn Jahren jedoch gesunken, so Baytz. Grund sei eine regelmäßige Baumpflege an allen wichtigen Strecken. „Früher wurde die Pflege nur sporadisch durchgeführt“, erklärt der Bauhofleiter.

Nach Stürmen wie den vergangenen fahren die Bauhofmitarbeiter viele Strecken – wie den Radweg nach Anschlag – ab, um nach dem Rechten zu sehen und die Wege gegebenenfalls von Laub und Ästen zu befreien. Darüber hinaus kümmern sich die Männer derzeit um Entwässerungsprobleme. So müssten nach Starkregenfällen die Einläufe an so genannten Tiefpunkten gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich das Wasser an den Stellen sammelt und zum Beispiel auf Privatgrundstücke läuft. In Halver gebe es etwa 30 solcher Tiefpunkte. „Dazu gehören unter anderem der Berliner Platz und die Senke an der Lohstraße“, sagt Raimund Baytz.

Ebenfalls kontrolliert würden Pumpwerke und Geröllfänge an Bachläufen. Dabei handele es sich um Gitter, die eigens in den Bach eingesetzt werden, um unter anderem herabgefallenes Geäst nach Unwettern aufzuhalten.

„Es ist eine riesige Palette, die wir nach Stürmen abarbeiten müssen“, sagt Baytz. Aufgrund der Personaldecke könnten die Arbeiten nach einem Sturm aber nicht innerhalb von einem Tag erledigt werden. „Wir brauchen jetzt nach dem Wochenende und dem Montag etwa eine Woche, um alle Schäden zu beseitigen“, erklärt der Leiter des Baubetriebshofs. Nebenbei müsse schließlich zudem der normale Betrieb weiterlaufen.

Von Jana Peuckert

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