Zwei junge Männer freigesprochen

Keine DNA-Spuren gefunden

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Der Einbruch auf ein Betriebsgelände konnte den Männern nicht nachgewiesen werden.

Halver/Meinerzhagen - Als ein Anwohner am 21. März um 22.40 Uhr verdächtige Geräusche auf einem Betriebsgelände an der Hagener Straße in Halver hört, macht er sofort den Fernseher leiser und zieht die Rollladen seines Fensters hoch, um einen Blick auf das nahegelegene Grundstück zu werfen.

Offenbar durch das Heraufziehen der Rollladen aufgeschreckt, sieht der 53-Jährige zwei Gestalten fliehen. Umgehend begibt sich der Halveraner in sein Auto und macht sich in Richtung Betriebsgelände auf. Unterwegs sieht er zwei Männer auf dem Gehweg. Diese mussten sich nun wegen versuchten Einbruchsdiebstahls im Amtsgericht Meinerzhagen verantworten.

Während die 21 und 22 Jahre alten Angeklagten aus Meinerzhagen zu den Vorwürfen schwiegen, berichtete der Anwohner sehr detailliert von der Tatnacht. Nachdem er die beiden Angeklagten auf dem Weg entdeckt hatte, verfolgte er sie zunächst eine Weile. Zuvor hatte er die Polizei alarmiert. Die Beamten hätten gesagt, er solle die Personen bis zum Eintreffen der Kollegen im Blick behalten. Gesagt, getan, mehrfach überholte er die jungen Männer wendete und fuhr im Schritttempo in etwa 60 Metern Entfernung hinter ihnen her. Schließlich trafen die Polizisten ein und sprachen die beiden Meinerzhagener an – ohne Ergebnis. Bis zum Schluss blieb die Frage, ob es sich bei den Angeklagten um die Täter handelt, unbeantwortet.

Zwar fanden die Beamten auf dem Betriebsgelände einen Bolzenschneider am Schiffscontainer, DNA-Spuren waren darauf jedoch nicht zu finden. Und auch der Anwohner konnte dem Gericht letztlich nicht helfen. Er hatte lediglich die Statur, nicht aber die Gesichter der Täter gesehen. Durchgängig beobachten habe er sie auch nicht können. Und so konnte es am Ende des Prozesses nur eine Entscheidung geben: Freispruch.

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