Kein Beschluss zur Nutzungsänderung des Kuba-Saals

- Symbolbild

Halver - Auf viel Gegenliebe ist der Vorschlag der Stadtverwaltung, die Benutzungs- und Entgeltordnung für den Saal des Kulturbahnhofes zu ändern, nicht gestoßen. Deutlichen Gegenwind gab es gestern aus allen Reihen des Ausschusses für Kultur, Soziales und Sport.

Die Verwaltung beabsichtigt, eine vorrangige Bewirtschaftung des Saals durch den Pächter der Gastronomie festzusetzen. So, wie es auch die Regelung der Schieferhäuser vorsieht. Sollte also jemand den Saal des Kulturbahnhofs für eine Feier oder Veranstaltung mieten wollen, muss er nach Wunsch der Stadtverwaltung in Zukunft alle Speisen und Getränke über den Wirt des Kulturbahnhof-Restaurants beziehen und ist nicht mehr in der Lage, einen externen Caterer seiner Wahl zu buchen. „Ich bin total dagegen“, sagte gleich zu Beginn Martina Hesse (CDU), die Unterstützung seitens Werner Fuchs (SPD) und Benedikt Haake (UWG) bekam.

Man könne den Kulturbahnhof nicht mit dem Tortenatelier vergleichen. Die räumliche Situation sei eine andere, sagte Hesse. Durch den Gastraum des Tortenateliers laufe man durch, wenn man die obere Etage für eine Veranstaltung bucht. Der Kulturbahnhof sei aber ein in sich abgeschlossener Veranstaltungsraum.

Haake betonte, dass die hiesigen Caterer – einer von ihnen war ebenfalls zur Sitzung erschienen – von den Veranstaltungen leben würden. Man brauche eine Wettbewerbsgleichheit. Allerdings gaben die Ausschussmitglieder Fachbereichsleiter Thomas Gehring recht, dass die Toilettenwartung, die zum Aufgabenbereich des Kuba-Wirts zählt, immer zu Lasten des Kuba-Wirtes gehe, der mit der Reinigung beauftragt ist und im Falle einer externen Saal-Vermietung kein Geld dafür bekommt.

Der Vorschlag Haakes lautete daher, nicht die Benutzungs- und Entgeltordnung zu ändern, sondern vielmehr die Gebührenordnung anzugleichen. „Für die Toiletten müsste ein Obolus an den Wirt gezahlt werden.“

Ausschussvorsitzende Monika Ebbinghaus (CDU) fügte hinzu, dass man dem Wirt auf jeden Fall entgegenkommen wolle, der Vorschlag derzeit aber nicht beschlussfähig sei. Nun dreht er also eine Ehrenrunde und geht zunächst ohne Beschluss in den Hauptausschuss.

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