Neun Stubentiger auf einen Streich

Halver - Langsam, aber mit einer gesunden Portion Neugierde ausgestattet, erkunden neun kleine Samtpfoten ihr Terrain. Bis jetzt reicht den gerade mal drei Wochen alten Katzenwelpen ihr Gehege in der Quarantänestation der Tierauffangstation am Langenscheid. Doch schon bald wollen sie mehr erleben, wenn möglich in einer neuen Familie.

Abgemagert und hochtragend kam die dreifarbige Katze am 20. August zu den Tierschützern. Man hatte sie in einer Scheune bei Schwenke gefunden. Zwei Tage später kamen neun Katzenwelpen zur Welt - rote und schwarz-bunte. „Die Katzenmutter musste hart arbeiten, neun Welpen in so einem zierlichen Tier war nur schwer vorstellbar“, erinnert sich Jana Schmidt, Vorsitzende des Tierschutzvereins Halver-Schalksmühle. „Die Katzenmama kümmert sich prima um ihre Jungen und passt sehr gut auf sie auf.“ Allerdings müssen die Tierschützer immer noch eingreifen, denn Mala hat nur acht Zitzen. „Einer bleibt da immer auf der Strecke, und das ist nunmal der Kleinste. Den heben wir dann an die Zitze, damit er auch auf seine Ration kommt.“

Mittlerweile haben die kleinen Tiger die Augen und Ohren geöffnet und entdecken neugierig ihre Welt. Doch so schön der Anblick dieser jungen Tiere für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Auffangstation auch ist - in einem Alter von zwölf Wochen sollten sie in ein neues Zuhause einziehen. Deshalb hoffen die Tierschützer schon jetzt, potenzielle Besitzer für die kleinen Katzen zu finden. Auch ihre auf zwei Jahre geschätzte Mutter Mala soll - nachdem sie kastriert wurde - in eine neue Familie umziehen.

Doch die neun Katzenwelpen und ihre Mutter sind nicht die einzigen Tiere, um die sich die Tierschützer derzeit kümmern. Sage und schreibe 40 Katzen wohnen derzeit in der Auffangstation am Langenscheid, vom halbstarken Kater bis zur älteren Dame. „Wir sind bis unters Dach voll, wie in jedem Jahr zu dieser Zeit“, sagt Jana Schmidt. „Wir hoffen, möglichst viele Katzen vermitteln zu können.“

Da sind zum Beispiel Matea, Freya und Odin, die sich eine Behausung teilen. Zwölf Wochen sind die Drei alt und haben derzeit einen ausgiebigen Bewegungsdrang. Vor allem Odin, der schwarze Kater, der sehr aufgeschlossen und interessiert seine Besucher empfängt. Freya - eine grau getigerte junge Katzendame - ist zu Beginn noch etwas schüchtern. Matea, ebenfalls getigert, springt gemeinsam mit Odin über die Kratzbäume.

Katzenaids ist für den Menschen ungefährlich

Nebenan schreit ein schon ausgewachsener Kater um etwas Aufmerksamkeit. „Der hat Katzenaids“, sagt Jana Schmidt. Das schrecke - völlig zu Unrecht - potenzielle Katzenbesitzer ab. Dabei ist die Krankheit nur auf Katzen übertragbar und für den Menchen völlig ungefährlich. „Der Kater ist extrem verschmust und wäre als Wohnungskatze ein optimaler Begleiter, der gern auf dem Schoß sitzt. Es wäre ihm zu wünschen, dass ihm jemand eine Chance gibt.“

Darüber hinaus wohnen in der Auffangstation noch zwölf Kaninchen, zwei Tauben und zwei Wachteln. Es gibt also viel zu tun für die Mitarbeiter des Tierschutzes in Halver und Schalksmühle. Über Unterstützung ist das Team daher immer sehr dankbar: „Wie suchen noch Hilfe für die Dienste hier im Haus. Dazu gehört auch die Versorgung der Tiere“, sagt Jana Schmidt. Wer sich vorstellen kann, mit anzupacken, kann sich während der Öffnungszeiten im Langenscheid melden: Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr, Samstag von 14 bis 17 Uhr. Auch Futterspenden und - nicht zuletzt - Geldspenden helfen den Tierschützern, ihre Arbeit bestmöglich ausführen zu können. Wer spenden möchte, kann das auf folgendes Konto tun:

Tierschutzverein Halver-Schalksmühle e.V.

BIC:

WELADED1LSD

IBAN: DE93458500050000068452

Von Friederike Domke

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