Kartrennen „Rund ums Rathaus“ mit eigenem Flair

Hunderte Zuschauer kamen am Wochenende, um das Kartrennen „Rund ums Rathaus“ zu sehen. ▪

HALVER ▪ Harte Jungs, schnelle Karts, ein kühles Bier und jede Menge Sonne – nur eines fehlte für die perfekte Formel-1-Stimmung: Die Boxenluder. Doch das störte die Besucher nicht. Gespannt verfolgten Hunderte am Wochenende das Kartrennen „Rund ums Rathaus“.

Im angrenzenden Park herrschte derweil familiäre Picknick-Stimmung. Ob im Kinderparadies, rund um den Grill oder unter einem der zahlreichen Zelte, eines war schnell klar: In Halver dominierte am Wochenende ein ganz besonderer Lifestyle.

Kartrennen "Rund ums Rathaus" 2012

Friedhelm Selter ist zufrieden. „Die Mühe hat sich wirklich gelohnt“, freut sich der Organisator des Kartrennens. Halver verwandelte sich am Wochenende in Klein-Monaco: Die enge Stadt-Strecke hatte es in sich und verlangte den Fahrern viel ab. 35 Teams gingen an den Start. „Das ist schon richtig cool. Ich hätte nie gedacht, dass in Halver so ein Renn-Flair möglich ist“, erzählt Jacqueline Hofstedt. Die Studentin aus Bochum besuchte am Wochenende ihren Freund: „Ich wollte ihm nicht glauben, dass hier überhaupt etwas los sein kann – ich nehme alles zurück.“ Und genau diese Stimmung wollten die Organisatoren erreichen, das Konzept ging auf. Während sich zahlreiche Kinder an den Absperrungen drängten, hatten sich einige Senioren Klappstühle auf die Parkmauer gestellt und Kuchen ausgepackt. In den Pavillons der professionelleren Rennteams herrschte ebenfalls entspannte Stimmung. Frauen in Bikini-Oberteilen, Männer mit tätowierten Waden und Shorts bereiteten sich auf das Rennen vor. „Wir kennen uns alle unter einander. Wir sind so etwas wie eine große Rennfamilie“, erzählt René Weichs. Vor dem Rennen herrsche immer eine gewisse Ruhe. „Nervosität anmerken lassen ist uncool“, verrät er grinsend.

Auch viele Halveraner nutzten das schöne Wetter und das besondere Flair im Rathauspark für ein Picknick. Während die Karts auf der Strecke brausten, lagen die Besucher – insbesondere die Frauen – auf der Wiese und lasen ein Buch, wickelten die Babys oder beobachteten die Rennfahrer.

Von den Problemen auf der Strecke war im Park nichts zu spüren: „Der Asphalt hält nicht – das ist ziemlich blöd“, erklärt Selter ein wenig nervös. Schwellen und Schlaglöcher hatten die Veranstalter zuvor begradigt, aufgrund des Regens am Mittwoch hatten sich die Experten für eher weicheren Asphalt entschieden und am Donnerstag aufgebracht. „Dafür ist es jetzt zu warm, er wird bei jedem Rennen weicher“, so Selter. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hätten die Veranstalter noch stundenlang die Strecke repariert, damit überhaupt weiter gefahren werden konnte.

Im Kinderparadies der SPD war von der Renn-Hektik nichts zu spüren. „Super, dass wir in diesem Jahr nicht fahren, sondern das hier machen“, freute sich Michael Brosch. Die Sozialdemokraten hatten im vergangenen Jahr noch selbst im Kart gesessen. Am Wochenende kümmerten sie sich um die Kinder. Eine große Hüpfburg, eine Rollenrutsche, Bobbycars und Luftballons sorgten für gute Laune bei den kleinen Besuchern. m Samstagabend traf sich die große Rennfahrerfamilie zum Ausklang am Bierwagen im Park. Gespannt lauschten einige Mädchen den mutigen Rennfahrer-Anekdoten, an anderer Stelle waren Männer in ein Technik-Gespräch vertieft. „Es ist einfach toll, die Veranstaltung ist ein voller Erfolg“, freut sich Selter. ▪ Lydia Machelett

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