Bedeutung der Kartoffel

Gute Kartoffelernte in Sicht

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Bio-Bauer Henning Wolf präsentiert stolz seine Kartoffeln. Hier hält er die Hauptsorte Linda in den Händen.

Halver - Mit etwa 376 Millionen Tonnen weltweit ist die Kartoffel eines der Hauptnahrungsmittel. Auch in Halver werden Kartoffeln angebaut. Mit Bio-Bauer Henning Wolf haben wir uns auf seinem Kartoffelfeld getroffen. 

Wie bedeutsam die Kartoffel in Deutschland ist, zeigt ein Blick auf eine Statistik aus dem Jahr 2017. In diesem Jahr stand die Bundesrepublik Deutschland auf Platz sechs (11 720 000 Tonnen produzierte Kartoffeln) der weltweiten Kartoffelproduzenten. In der Rangliste der größten Exporteure stand Deutschland sogar auf Platz drei (Wert der Kartoffeln: 343 Millionen Euro). 

Einen, wenn auch kleinen Teil dazu beigetragen hat Bio-Bauer Henning Wolf, denn er baut auf seinem eigenen Feld Kartoffeln an. 15 000 Quadratmeter misst das Kartoffelfeld von Henning Wolf, der auf dieser Fläche insgesamt fünf verschiedene Sorten an Kartoffeln anbaut, wie er verrät: „Wir haben die Sorten Rote Emmalie, Anabelle, Theresa, Marabel und unsere Hauptsorte, die Linda heißt.“ 

Die Kartoffelsorte Marabel von Bio-Bauer Henning Wolf.

Neben Bauer Wolf gibt es nur noch einen weiteren Bauern, der selbst Kartoffeln anbaut. „Im oberen Volmetal gibt es nur noch Bauer Hedfeld und mich“, verrät Wolf und ergänzt: „Der nächste Bauer, der Kartoffeln selbst anbaut, ist, glaube ich, in Valbert.“

Wildschweine können Ernte gefährden

Verkauft werden die geernteten Kartoffeln im eigenen Hofladen. Doch sicher ist die Ernte nie, denn es gibt zahlreiche Gefahren, die seinem Kartoffelfeld zu schaffen machen. „Wenn zum Beispiel eine Wildschweinrotte durch das Kartoffelfeld pflügt, kann das die ganze Ernte gefährden. Glücklicherweise bin ich bisher davon verschont geblieben“, verrät der Bio-Bauer. 

Doch nicht nur die Wildschweine können zum Problem werden. Der Kartoffelkäfer ist zwar deutlich kleiner als ein Wildschwein, doch dafür tritt er in erhöhter Anzahl auf. Allein ein Weibchen des Kartoffelkäfers legt bis zu 1200 Eier. Doch damit ist nicht genug, so Henning Wolf: „Von dem Kartoffelkäfer gibt es immer zwei Generationen. Hat die erste Generation genug gefressen, puppt sie sich im Boden ein und legt die nächsten Eier.“

Der Kartoffelkäfer ist einer der größten Feinde der Knolle, wurde jedoch von der Feldlerche im Zaum gehalten.

Zum Glück für Bauer Wolf und seine Kartoffeln hat der Kartoffelkäfer einen natürlichen Feind: die Feldlerche. „Sie hat ganze Arbeit geleistet und war sehr aktiv auf dem Kartoffelfeld“, ist Henning Wolf dankbar für die tierische Unterstützung. Zwar sei die Wetterlage der letzten Wochen gut für die Kartoffeln gewesen, so der Bio-Bauer, doch gegen ein Problem konnte er nicht gänzlich ankämpfen: die Krautfäule. 

Die Rote Emmalie.

„Durch die feuchtwarme Witterung sind Pilzkeime entstanden, die die Pflanzen befallen haben“, schildert Wolf. Mittel gegen diese Pilzkeime hat er als Bio-Bauer nicht. Dennoch freut er sich schon auf die Ernte: „Dieses Jahr scheint das mit den Kartoffeln etwas Gutes zu geben.“ 

Auch deshalb kann Henning Wolf es verkraften, wenn einige Kartoffeln am Stamm der Pflanze hochwachsen. „Dann werden die Kartoffeln grün und sind giftig. Dementsprechend kann man sie dann auch nicht verzehren.“

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