Nachfolge geklärt

Nach dem Tod der Chorleiterin: Kantorei hat Nachfolger gefunden

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Die Kantorei bei ihren barocken Festmusiken in der Kirche Christus König, noch unter der Leitung von Maike Lehmkuhl.

Halver - Nicht nur der Ton muss stimmen, sondern auch die Chemie, wenn ein Chor unter neuer Leitung weiterhin erfolgreich Musikwerke einstudieren und aufführen will. Auch bei der Kantorei Halver.

Die Kantorei Halver hat nach einem Wechselbad der Gefühle – im April dieses Jahres ist ihre Chorleiterin Maike Lehmkuhl (48) gestorben – nun einen Nachfolger gefunden. Wie Stephanie Kock, Sprecherin der Kantorei, berichtet, habe es bei einer ersten „Tuchfühlung“ mit dem Kirchenmusiker Patrick Kampf (33) aus Wuppertal so etwas wie ein Aufatmen gegeben. Unverzüglich habe er die Zukunft der Kantorei mit in die Hand genommen, einen baldigen Termin für den Wiederbeginn der Proben im Bürgerzentrum ermöglicht und das Programm für 2020 grob geplant. Einstudiert wird unter anderem längerfristig das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das im nächsten Jahr aufgeführt werden soll. 

„Es wäre jetzt für interessierte Sänger eine besonders gute Gelegenheit, in die Probenarbeit der Kantorei einzusteigen“, lädt Stephanie Kock ein. Geprobt wird mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr im Bürgerzentrum. 

Patrick Kampf ist der neue Chorleiter.

Aus dem Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Halver hervorgegangen, hat nicht nur die heutige Chorgemeinschaft eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit den Anfängen im Jahr 1883 als Gottesdienstbegleitung, hat es viele Pausen, neue Gründungsphasen und ständige Wechsel der Chorleiter gegeben. Mit der Einstellung des hauptamtlichen Kirchenmusikers Andreas Pumpa, begann 1991 eine neue Ära. Anfangs mit acht Sängern – heute zählt der Chor rund 30 Mitglieder. Unter Pumpas Leitung stand nicht nur die Mitgestaltung von Gottesdiensten auf dem Programm, sondern „auch qualitativ hochstehende Konzertaufführungen – und die Geselligkeit kam ebenfalls nicht zu kurz“. Seit der Ablösung aus der Kirchengemeinde Ende 2012 wird die Kantorei als freier Chor geführt. 

Die Finanzierung der Konzerte übernahm weiterhin der Förderverein für Kirchenmusik, mit Unterstützung diverser Spender. Nachfolgerin von Kantor Pumpa wurde kurz darauf die Kirchenmusikerin Maike Lehmkuhl. 

Maike Lehmkuhl ermöglichte der Kantorei Vieles

„Seit Mai 2013 leitete sie mit großem Engagement, viel Geduld und Motivationskraft unseren Chor. In dieser Zeit gestaltete sie mit uns zahlreiche Gottesdienste und Evensongs in verschiedenen Kirchengemeinden. Sie ermöglichte es uns, auch große Werke der Kirchenmusik zur Aufführung zu bringen, zuletzt im Oktober 2018 – trotz ihrer schon fortgeschrittenen Krankheit. Sie wusste uns für die Musik zu begeistern und durch die Musik zu berühren“, wird ihr nachgetrauert. 

Und während der Krankheitsphase der Chorleiterin fand die Kantorei Unterstützung vom Kreiskantor Dmitri Grigoriev, der zwischenzeitlich Proben übernahm und Auftritte ermöglichte. Die bange Frage, wie es mit der Kantorei nun weitergehen soll, fand mit Patrick Kampf jetzt eine Antwort.

Die erste Probe hat ihn überzeugt

Die Probe beim ersten Treffen hat den Vollblut-Musiker überzeugt: „Es war super. Mein Gefühl war gut, ich habe gespürt, dass da etwas passiert, und die Resonanz der Sänger, die mit mir gesprochen haben, hat gezeigt, dass sie sehr motiviert sind. Besser konnte es für alle nicht laufen.“ Die Probe am Mittwoch musste wegen des ABC-Unfalls am Anne-Frank-Gymnasium verschoben werden. Das gab Gelegenheit für einen Teil der Vorstandsmitglieder, mit ihrem neuen Leiter den erst skizzierten Terminplan für 2020 im Detail zu besprechen.

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