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Weihnachtskonzert an Pfingsten: Chor im MK holt Auftritt nach

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Von: Monika Salzmann

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Die Kantorei Halver freut sich, wieder auftreten zu können. Im Bürgerzentrum gibt der Chor seinen Partien derzeit den letzten Schliff. 
Die Kantorei Halver freut sich, wieder auftreten zu können. Im Bürgerzentrum gibt der Chor seinen Partien derzeit den letzten Schliff.  © Salzmann, Jakob

In großer Besetzung – mit Chor, Solisten und Orchester – führt die Kantorei Halver am Pfingstmontag in der Kirche Christus König das Weihnachtsoratorium und eine Pfingstkantate von Johann Sebastian Bach auf.

Halver - Nach dreimaliger Verschiebung des Konzerts bringt der Chor die Teile 1 bis 3 des Weihnachtsoratoriums, das zu den beliebtesten und meistgespielten Werken Bachs gehört, am 6. Juni um 19.30 Uhr zu ungewöhnlicher Zeit im Jahr zu Gehör.

Ursprünglich war eine Aufführung im Dezember 2019 angedacht. Der frühe Tod von Maike Lehmkuhl, der langjährigen Chorleiterin der Kantorei, machte damals alle Planungen zunichte. In den beiden Folgejahren verhinderte Corona eine Aufführung des Werks.

Nach der langen Zeit der Beschäftigung mit dem Oratorium haben sich der Chorvorstand, der Förderverein und Chorleiter Patrick Kampf, der den Chor Ende 2019 übernommen hat, dazu entschieden, das populäre Werk Pfingsten aufzuführen und mit einer Pfingstkantate zum Pfingstfest eine Brücke zu schlagen.

Letzten Schliff gibt der Chor seinen Partien derzeit bei den wöchentlichen Proben im Bürgerzentrum. Die Vorfreude ist groß, wieder auftreten und gemeinsam konzertieren zu können. „Die Spannung ist unermesslich“, gibt der Chorleiter, der aus dem Münsterland stammt und mittlerweile in Wuppertal lebt, zu.

Nach 2018, als sich die Kantorei der Barock- und Festmusik widmete, ist das Pfingstkonzert das erste große Konzert des Chores. Als weitere Mitwirkende konnten die 25 Sängerinnen und Sänger die Solisten Eva Budde (Sopran), Beate Koepp (Alt), Raphael Wittmer (Tenor) und Florian Conze (Bass) sowie das Consortium Musica Sacra Köln, das auf barocken Instrumenten aufspielt und die Konzerte der Kantorei seit vielen Jahren begleitet, gewinnen.

Eva Budde ist Mitglied des Chors der Oper Köln und hat im Konzertbereich bereits alle gängigen Solopartien von Bach, Mozart, Haydn, Mendelssohn, Brahms und Verdi gesungen. Beate Koepp, die aus Münster stammt, ist aufgrund ihres breit gefächerten Repertoires eine in ganz Deutschland gefragte Interpretin. Raphael Wittmer ist international als Konzert- und Opernsänger tätig und seit 2014 Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim – und Florian Conze, der aus Lüdenscheid stammt und Gesang in Frankfurt studiert hat, ist neben dem Standardrepertoire insbesondere der zeitgenössischen Musik aufgeschlossen.

Die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums, das aus insgesamt sechs Kantaten besteht, führt die Kantorei auf. Bach schrieb für jeden Festtag rund um Weihnachten eine Kantate. Die Brücke zum Pfingstfest schlägt die Pfingstkantate „Erwünschtes Freudenlicht“ BWV 184, die erstmals am dritten Pfingsttag 1727 erklang und in ihrer Ton- und Bildersprache dem Weihnachtsoratorium sehr ähnlich ist.

Veranstalter ist der Förderverein für Kirchenmusik. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Zum Schutz der Zuhörer unterziehen sich alle Chormitglieder einem Coronatest. Das Publikum wird gebeten, freiwillig eine Maske zu tragen.

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