Kampstraße: Vollsperrung ab Montag

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Jannicke Wellnitz, Lutz Eicker, Marcel Pohl, Bernd Patzke und Christoph Stillger präsentieren die Baupläne der am Montag beginnenden umfangreichen Bauarbeiten.

Halver -   Die Kampstraße gehört zweifelsfrei zu den Straßen in Halver, deren Zustand als alles andere als gut zu bezeichnen ist. Ihre Oberfläche gleicht einer Buckelpiste, Schlaglöcher säumen das Erscheinungsbild. Aber auch unter der Asphaltdecke – dort, wo Versorgungsleitungen verlaufen – sieht es nicht besser aus. Deshalb beginnen in der kommenden Woche die Bauarbeiten.

Von Friederike Domke

Im Zuge der Gesamtbaumaßnahme der Straßenerneuerung, die sich von der Einmündung Bächterhof bis zur Hausnummer 24 der Straße „Am Mühlenberg“ erstreckt, wird die Kampstraße am Montag ab 8 Uhr morgens im ersten Bauabschnitt – also von der Einmündung Bächterhof bis zur Hausnummer 21 – gesperrt. Dass die Straße dann eine neue Asphaltdecke bekommt, ist jedoch in erster Linie dem veralteten Zustand einiger Versorgungsträger zu verdanken, deren Erneuerung ein Aufreißen der Straße erfordert. Bauleiter Bernd Patzke von der gleichnamigen Ingenieursgesellschaft aus Soest, Marcel Pohl, Inhaber der Firma Dohrmann, Christoph Stillger vom Fachbereich Bauen der Stadt Halver sowie Lutz Eicker und Jannicke Wellnitz vom Ordnungsamt stellten gestern ausführlich die geplanten Schritte der Maßnahme vor.

So werden auf der rund 600 Meter umfassenden Gesamtbaumaßnahme Stromleitung des Unternehmens Enervie sowie Wasserleitungen der Stadtwerke Halver ausgebessert beziehungsweise erneuert. Auch eine partielle Erneuerung des schadhaften Kanals ist Teil der umfangreichen Bauarbeiten. Im sogenannten TIP-Verfahren wird dann ein neuer Kanal in das bereits vorhandene, marode Kanalrohre eingepflegt. Ein Verfahren, so Bernd Patzke, dass sich als besonders langlebig erwiesen hat: Zwischen 80 und 100 Jahren Lebensdauer sprechen die Experten dem neuen Kanal zu.

Im Zuge der Kanalsanierung werden zudem Hausanschlüsse erneuert. Und nach Fertigstellung dieser Maßnahmen „im Untergrund“ bekommt die Straße eine neue Fahrbahndecke. Stillger betonte: „Es handelt sich hierbei um eine reine Deckenerneurung, wegen des Straßenbaus entstehen keine Kosten für die Anwohner.“

Der enorme Umfang der Bauarbeiten nehme aber nicht nur eine gewisse Zeitspanne in Anspruch, so Stillger weiter, es sei für die Bürger unter Umständen auch belastend. Deshalb bat er im Namen der Stadt Halver bereits im Vorfeld um Nachsicht, wenngleich die Maßnahmen unumgänglich und für den Bürger schlußendlich von Vorteil wären. Soll die Gesamtbaumaßnahme voraussichtlich Ende des Jahres angeschlossen sein, so plant Marcel Pohl, den ersten Bauabschnitt nach den Sommerferien abschließen zu können. Wird der Bereich für Fahrzeuge komplett gesperrt sein, ist ein Durchkommen zu Fuß aber weiterhin möglich. Allein elf Kanalanschlüsse werden in diesem ersten Abschnitt erneuert.

Hinter dem Haus mit der Nummer 21 soll ein Wendekreis für Fahrzeuge aus Richtung der Straße „Am Mühlenberg“ eingerichtet werden. In diesem Bereich aber gilt „absolutes Halteverbot“, betonte Lutz Eicker. Dies gelte zudem für die Straßenseite mit ungeraden Hausnummern, um Rettungswege freizuhalten. Die Müllabfuhr für Häuser, die im voll gesperrten Bereich liegen, erfolgt, so Jannicke Wellnitz, zu den regulären Terminen. Allerdings sollten die Tonnen bis in den Wendekreis gebracht werden. Sollte dies in bestimmten Fällen nicht zu bewältigen sein, helfen die Mitarbeiter der Firma Dohrmann, bot Marcel Pohl an. Fragen der Bürger werden darüber hinaus in einer eigens eingerichteten Sprechstunde beantwortet. Diese findet jeweils mittwochs ab 14 Uhr im Baucontainer vor der Hausnummer 15 statt.

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