Kampstraße: Bauabschnitt nun auf der Zielgeraden

Kampstraße: Bauabschnitt nun auf der Zielgeraden

20 Anwohner der Kampstraße hatten sich gestern auf den Weg ins Bauamt gemacht, um verbindliche Aussagen zu erhalten.

Halver - Die Stimmung war aufgeheizt, als am Dienstagmorgen 20 Anwohner der Kampstraße Antworten im Bauamt der Stadt Halver einfordern wollten. Sie hatten sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um „vor Ort“ zu erfahren, wie es mit der Baustelle vor ihrer Haustür weiter geht.

In den vergangenen Wochen hatten die Anwohner ihren Unmut vermehrt auch öffentlich kund getan. Die Baustelle liege nahezu still, es sei kein Fortschritt mehr zu erkennen. Sie fühlten sich, so machten sie es gestern vor Bauamtsleiter Michael Schmidt deutlich, seitens der Stadt schlecht informiert, „auf die lange Bank geschoben“. „Immer wieder bekommen wir neue Zeiten gesagt, neue Ziele, wann es hier endlich vorbei ist“, brachten sie ihre Beschwerden vor. „An wen können wir uns wenden? Wer kann verbindliche Aussagen treffen?“, wollten die Kampstraßen-Anwohner wissen.

Eine Antwort konnte den Anliegern am Dienstag schließlich nicht nur Christoph Stillger, Mitarbeiter des Bauamts und zuständig für den Bereich Straßenbau, liefern. Auch ein Gespräch am Nachmittag zwischen den Anliegern und Vertretern des Ingenieurbüros Patzke, des Versorgers Enervie, der Westnetz, der Stadtwerke und des Bauamts konnte die Wogen glätten.

Ab Anfang der kommenden Woche sollen demnach zwischen Hausnummer 21 und 32 auf 110 Metern die Straßenrandbefestigungen gesetzt werden. Am 8. Juli folgt die Asphaltschicht. Am 9. Juli ist die Kampstraße dann noch für einen Tag gesperrt. Danach können die Anlieger zumindest in diesem Bereich wieder vor ihre Häuser fahren, ihre Autos abstellen und müssen nicht länger auf Schotter laufen. „Das klappt aber nur, wenn das Wetter mitspielt“, machte Stillger deutlich.

Befürchtungen, die Straße könne bald auf Verlangen eines Versorgers erneut aufgerissen werden, konnte Stillger entkräften. „Wir können an dieser Stelle versichern: Bereiche, die hergestellt sind, werden nicht wieder aufgerissen – Punkt.“ In den anderen Bereichen müssten sich die Versorger an den von der Stadt angegebenen Zeitplan halten. „Es sei denn, die Anwohner wünschen das ausdrücklich. Aber ansonsten nehmen wir da keine Rücksicht mehr drauf.“

Und auch in den kommenden Jahren müssen die Kampstraßen-Anlieger kein erneutes Aufreißen der Straße befürchten: „Hat die Stadt Halver eine solche Baumaßnahme abgeschlossen, kann sie laut gesetzlicher Bestimmungen dort für fünf Jahre entscheiden, ob sie das zulässt, oder nicht.“ Die Versorger müssten im Fall der Fälle „Gefahr im Verzug“ nachweisen.

Allerdings ist das Kapitel Kampstraße noch nicht gänzlich abgeschlossen: Der vierte Bauabschnitt steht in den Startlöchern. Bis dort alle erforderlichen Hausanschlüsse auf 160 Metern erneuert wurden, werde es, so Stillger, wahrscheinlich Ende September.

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