„Kahlschlag“ an der B 229 wird kritisch beäugt

1300 Bäume werden entlang der B 229 gefällt. Nicht jeder sieht darin eine Notwendigkeit und hinterfragt die Arbeiten. -  Foto: Domke

Halver - Die Baumfällarbeiten an der Bundesstraße 229 in der Ortschaft Schwenke haben bei Lesern und im sozialen Netzwerk Facebook für Empörung gesorgt. Von einem „Kahlschlag“ und „Beschäftigungstherapien für Holzfällern“ ist die Rede.

Viele Halveraner empfinden die Gehölzarbeiten, die im Auftrag des Landesbetriebs Straßen.NRW durchgeführt wurden, als radikal und nicht notwendig. „Das sieht wirklich schrecklich aus und kann so nicht gewollt sein“, schreiben die Facebook-Nutzer. Wie in der Ausgabe vom 30. Januar bereits berichtet, werden auf einer Strecke von rund drei Kilometern 1300 Bäume gefällt und Sträucher geschnitten, um den Gehölzbestand zu verjüngen.

Auf Nachfrage des AA betonte Straßen.NRW-Pressesprecher Michael Overmeyer am Dienstag, dass die Fällung der Bäume aus Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen werden musste. „Viele Bäume sind nicht standsicher und bruchgefährdet und wachsen gerade und dünn nach oben.“ Man müsse vermeiden, dass die Bäume auf die Straße stürzen. „Bäume mit einer solchen Wuchsart bergen ein enormes Gefahrenpotenzial, dem müssen wir mit solchen Maßnahmen begegnen. Auch, wenn es im ersten Moment radikal und ungewöhnlich ausschaut.“

Michael Overmeyer erklärt weiter, dass sogenannte Baumkontrolleure des Landesbetriebs regelmäßig die Bäume an Landes- und Bundesstraßen überprüfen. „Sollte ein Baum auf die Straße fallen und so einen Unfall verursachen, wäre das katastrophal.“ Michael Overmeyer möchte beschwichtigen: „Die Gehölze wachsen im Frühjahr schnell nach. Das sieht jetzt schlimmer aus, als es eigentlich ist.“ - fsd

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